Xbox Series X: Vorgaben für Leistung ergaben das neue Design

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Bild: Microsoft Microsofts Xbox Series X unterscheidet sich deutlich von bekannten Konsolen. Grund dafür waren die Vorgaben für Leistung und Lautstärke, erläuterten die Entwickler, die alles weitere bedingt hätten. Das Design des Controller wurde im Gegensatz zur Konsole zwar nur minimal, aber ebenfalls mit Hintergedanken modifiziert. Im Lastenheft stand bei Microsoft eine Konsole, die die…

Xbox Series X: Vorgaben für Leistung ergaben das neue Design

Bild: Microsoft

Microsofts Xbox Series X unterscheidet sich deutlich von bekannten Konsolen. Grund dafür waren die Vorgaben für Leistung und Lautstärke, erläuterten die Entwickler, die alles weitere bedingt hätten. Das Design des Controller wurde im Gegensatz zur Konsole zwar nur minimal, aber ebenfalls mit Hintergedanken modifiziert.

Im Lastenheft stand bei Microsoft eine Konsole, die die Grafikleistung der Xbox One X um das Doppelte, die CPU-Leistung gar um das Vierfache übertrifft, erläuterten die Architekten des neuen Modells Digital Foundry. Dass dies nicht mit gleichbleibendem Verbrauch möglich ist, belegt das 315 Watt starke Netzteil der Prototypen-Konsolen, das deutlich mehr Leistung bereitstellen kann als das 245 Watt starke Modell des Vorgängers. Trotz des höheres Verbrauches und der dadurch steigenden Verlustleistung, die als Wärmeenergie abgeführt werden muss, soll die Series X aber den Lautstärkepegel der One X halten.

Neue Innenstruktur als Lösung

Um dies zu erreichen, wurde zunächst statt einer Aluminium-Hülle, die seit der Xbox 360 die Hardware unterhalb des Kunststoff-Gehäuses umgibt, durch ein „Aluminium-Rückgrat“ ersetzt, das die Konsole teilt und den Luftstrom in verschiedene Zonen mit unterschiedlichem Kühlungsbedarf führt. Dieser erreicht auch die SSD, um eine Drosselung der Transferraten durch zu hohe Temperaturen zu unterbinden.

Dieser Chassis-Kern erlaubt es daher, das Mainboard aufzuteilen und I/O-Elemente auf einer, verbrauchsstarke Elemente wie Prozessor und Speicher auf der anderen Seite zu befestigen, erläutert Microsoft der Seite. Bei der Anordnung der Komponenten, die als ein „3D-Tetris“ beschrieben wurde, habe sich die Form schließlich ergeben.

Bessere Kühlung auf engstem Raum

Auf dem Chip der Series X sitzt ein großer Vapor-Chamber-Kühler, der neben dem Prozessor und der GPU auch GDDR6-Speicher und Spannungsregulatoren abdeckt. Um trotz eines eng gefüllten Chassis genug Luft zu den Komponenten führen zu können, sind Formen und Flächen gezielt angepasst worden. Auch der einzelne Axiallüfter, der sich als leiseste und beste Option für diesen Formfaktor erwiesen hat, wurde für seinen Einsatzzweck hinsichtlich Lager und der Geometrie der Lüfterblätter angepasst. Diese Bemühungen sollen in einem um 70 Prozent gesteigerten Luftfluss resultieren, behauptet Microsoft.

Der Controller wurde leicht verändert

Beim Controller geht Microsoft den umgekehrten Weg. Da der aktuelle Controller von Nutzern für gut befunden wird, sei das Unternehmen zu dem Schluss gelangt, das vorhandene Design nur minimal zu modifizieren. Änderungen betreffen deshalb nur Details: Höhen, Oberflächen und Winkel seien teils im Bereich von 0,1 Millimetern angepasst worden. Derart winzige Änderungen hätten durchaus Auswirkungen und würden dazu führen, dass eine größere Anzahl Menschen bequem mit dem Controller spielen könne, führte das Designteam gegenüber Digital Foundry aus. Darüber hinaus soll eine mattierte Oberfläche auf Bumpern und Triggern für gleichbleibende Bedienung bei längerem Spielen sorgen.

Grobe Parameter des Controllers, wie die Höhe der Thumbsticks, tastet Microsoft bewusst nicht an, damit Spieler ihr Muskelgedächtnis nicht neu trainieren müssen. Dieser Stillstand sorgt zudem dafür, dass die Gewöhnung an eine neue Konsole leichter wird. Weitere Neuerungen sind ein aktualisiertes Bluetooth-Protokoll in Version 5 sowie ein Share-Button und das D-Pad, dessen Form demjenigen des Elite-Controllers ähnelt.

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