Coronavirus-Epidemie weltweit: Österreich weitet Beschränkungen des öffentlichen Lebens aus

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In den vergangenen 24 Stunden sind mehr als 600 Menschen in Italien wegen Covid-19 gestorben. Das ist die bisherige Höchstzahl. Mehr zur Situation in Italien lesen Sie hier:  Eine Naturkatastrophe in Etappen: Für Italien ist diese Vorhersage gerade in den letzten Tagen dieser Woche traurig wahr geworden. Am Mittwochabend die bisher höchste Totenzahl an einem…

In den vergangenen 24 Stunden sind mehr als 600 Menschen in Italien wegen Covid-19 gestorben. Das ist die bisherige Höchstzahl. Mehr zur Situation in Italien lesen Sie hier: 


Eine Naturkatastrophe in Etappen: Für Italien ist diese Vorhersage gerade in den letzten Tagen dieser Woche traurig wahr geworden. Am Mittwochabend die bisher höchste Totenzahl an einem Tag, mehr als China. Einen Tag später hatte man sogar die weltweit höchste Totenzahl insgesamt. Ein Schrecken im Schrecken ging dabei fast unter.

Tagesspiegel | Andrea Dernbach


Bayern ist am Freitag als erstes Bundesland in Deutschland vorgeprescht und hat eine Ausgangssperre verhängt – oder genauer: „grundlegende Ausgangsbeschränkungen”, wie Landeschef Markus Söder (CSU) es nannte. Berlin kann sich bisher nicht dazu durchringen, doch die Diskussion um eine derart weitgehende Beschränkung der persönlichen Bewegungsfreiheit ist im vollen Gange.

Tagesspiegel | Sabine Beikler

Habt ihr ne Macke, oder wat? Bleibt zu Hause!

Comedian Kurt Krömer zur Ausgangssperre

Neun Coronavirus-Todesfälle in Würzburger Pflegeheim  

In einem Würzburger Pflegeheim sind nach Coronavirus-Infektionen neun Menschen gestorben. Das sagte ein Sprecher des bayerischen Landesamts für Gesundheit (LGL) am Freitag auf Anfrage. Die Leiterin der Würzburger Altenpflegeeinrichtung sagte der Deutschen Presse-Agentur, alle Verstorbenen hätten Vorerkrankungen gehabt und seien über 80 Jahre alt gewesen. 

Von den 160 Bewohnern lägen derzeit fünf mit einer Covid-19-Erkrankung in Würzburger Kliniken, weitere zehn seien positiv auf das Virus getestet und würden isoliert in ihren Zimmern im Heim versorgt. Hinzu kämen 23 Pflegekräfte mit ebenfalls positivem Test. Diese befänden sich in Quarantäne zu Hause.

Eine Evakuierung des Heims ist nach Angaben des Landesamts derzeit „aus fachlichen Gründen nicht angezeigt“.

Seit dem ersten Todesfall gelten in dem Heim laut dem Landesamt besondere Schutzvorkehrungen. So gelte seit 12. März ein striktes Besuchsverbot. Die Bewohner würden isoliert und dürften ihre Zimmer nicht verlassen. Die Patientenräume würden von Pflegekräften nur in Schutzanzügen und mit Atemschutzmasken betreten.

Auch Reinigungskräfte trügen Schutzkleidung. Weil infiziertes Personal vorübergehend in Quarantäne zu Hause bleiben müsse, würden Mitarbeiter aus anderen Einrichtungen des Heimträgers in dem Haus eingesetzt, sagte die Heimleiterin. Wie das Virus in die Einrichtung gekommen ist, lasse sich nicht mehr nachvollziehen. (dpa)

New York ist wegen Covid-19 im Ausnahmezustand

Auch New York kämpft mit dem Coronavirus, die Stadt gilt als das Zentrum der Coronavirus-Pandemie in den USA. Seit dort deutlich mehr Tests durchgeführt werden, sind die Fallzahlen im Bundesstaat New York auf rund 7000 hochgeschnellt. 

Am Donnerstag reagierte Gouverneur Andrew Cuomo auf die Corona-Krise und erlies einschneidende Maßnahmen: Alle „nicht-überlebenswichtigen“ Firmen dürfen ihre Mitarbeiter nur noch von zu Hause aus arbeiten lassen. 

„Überlebenswichtig“, das sind beispielsweise Supermarkt-Mitarbeitende oder diejenigen, die Internet- und Wasserversorgung aufrecht erhalten. Alle anderen von den rund 19 Millionen Bewohnern des Bundesstaates sollen so weit wie möglich zuhause bleiben, erklärte Cuomo am Freitag bei einer Pressekonferenz.

Damit sei der Bundesstaat „in Pause“. „Diese Vorgaben werden durchgesetzt. Das sind nicht nur hilfreiche Tipps“, so Cuomo. Er sei sich bewusst, dass diese Maßnahmen manche New Yorker ihren Job kosten könnte. Deshalb dürften Vermieter 90 Tage lang ihre Mieter nicht vor die Tür setzen. „Ich möchte sichergehen, dass Sie nicht auch noch das Dach über Ihrem Kopf verlieren“, sagt der Gouverneur. 

Die Maßnahmen gelten ab Sonntagabend, doch schon jetzt sind die Straßen der Stadt gespenstisch leer, wie dieses Video der New York Times zeigt. Museen und Theater sind geschlossen, ebenso sämtliche Bars in der Stadt. Die Restaurants dürfen ihr Essen nur noch ausliefern.

The New York Times | By Nilo Tabrizy and Ainara Tiefenthäler

Viele erinnern sich angesichts der leeren Straßen an den Terroranschlag des 11. September 2001. Auch der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio zieht den Vergleich in seiner Pressekonferenz. Anders als bei 9/11 hätte man in der aktuellen Situation mehr Ungewissheit, denn man wisse so viele Dinge über das Coronavirus nicht.  

Er machte der Bevölkerung auch Mut, die Stadt hätte die Kapazitäten, diese Krise zu überstehen. Es gebe „buchstäblich keinen anderen Ort auf der Welt mit einem derart stabilen Gesundheitssystem wie New York City“, sagt de Blasio.

Doch schon jetzt werden die Krankenhausbetten in der Stadt knapp. Gouverneur Cuomo geht davon aus, dass man 18.000 bis 37.000 Intensivbetten benötige – in New York gibt es derzeit lediglich 3000 davon, 80 Prozent sind belegt. Insgesamt brauche man 110.000 Krankenhausbetten. Aktuell gibt es 53.000, von denen ebenfalls 80 Prozent belegt sind. 

Ein Spitalschiff der Marine, die „USNS Comfort“ soll die Krankenhäuser entlasten und demnächst in New York anlegen. An Bord: 1000 Betten. Ein „schwimmendes Krankenhaus“, wie es Cuomo nennt. 

Das Spitalschiff

Das Spitalschiff “USNS Comfort” soll in New York anlegen, um die Krankenhäuser zu entlasten.
 
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Foto: Reuters /Eliana Aponte

Ein ähnliches Schiff soll an der kalifornischen Küste anlegen. Der Bundesstaat an der Westküste hat aufgrund der Coronavirus-Pandemie am Freitag eine Ausgangssperre für die rund 40 Millionen Bürger verhängt. 

Gouverneur Cuomo ruft derweil Firmen dazu auf, ungenutzte Schutzkleidung, also Handschuhe, Kittel und Mundschutz, an den Bundesstaat zu verkaufen. Der Designer Christian Siriano hat bereits angeboten, entsprechende Gesichtsmasken zu nähen.

Bäcker Gerhard Bosselmann in seinem Instagram-Video

Bäcker Gerhard Bosselmann in seinem Instagram-Video
 
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Foto: Screenshot

Der Appell des Bäckers

Am Ende muss er weinen – und wer das sieht, heult gleich mit. Gerhard Bosselmann, Bäcker aus Hannover, ruft seine Verzweiflung in die zum Stillstand gebrachte Welt hinaus: „Gehen Sie zu Ihrem Bäcker! Sie retten damit Arbeitsplätze!“ Er weiß zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass sein Instagram-Video viral gehen wird. 

Zuerst beschwört der Mittelständler darin die Treue zu seinen Kunden und bedankt sich bei seinen Angestellten, „die kein Homeoffice machen können“ – bevor er recht schnell auf den Punkt kommt: Sechs bis acht Wochen gibt er sich, länger könne die Firma unter diesen Coronakrisen-Umständen nicht überleben.

 

Die Bemühungen der Politik, der Wirtschaft zu helfen, nennt er „politisch sehr nette Versprechen“, die aber praktisch unten nicht ankommen. „Der Mittelstand wird fallengelassen, es ist einen Katastrophe“, sagt er. Nach eigenen Angaben hat seine Bäckereikette mehr als 200 Angestellte, die nun alle um ihren Job fürchten müssten.

Bosselmann schließt seinen sowieso schon berührenden Appell sehr persönlich. Sein Sohn sei Arzt in Tübingen. Und ab sofort könnten sich alle, die im Gesundheitswesen gerade gegen das Virus und für die Menschen kämpfen, ihr Brot bei ihm gratis holen. 

„In guten Zeiten haben wir zusammengehalten in schlechten noch viel mehr“, sagt er. Sein Schlusswort dann unter Tränen – ein Motto aus einem seiner Läden, modern auf Englisch, aber mit deutschem Akzent: „In a world where you can be anything, be kind.“ In einer Welt, in der du alles sein kannst, sei gut.

SPD-Medizin-Experte Lauterbach schießt gegen SPD-Chefin Esken:

Das ist kein Wettbewerb um Ordnungspolitik oder Ideologie. Wenn wir in 4 Wochen keine freien Beatmungsplätze mehr haben stirbt jeder, der neu beatmet werden muss. Oder hoffnungslose Fälle werden vom Gerät genommen. Dieses Risiko ist echt und zu hoch. Daher Ausgangssperre jetzt https://t.co/LmOexyckdj


Karl Lauterbach on Twitter (@karl_lauterbach)
https://twitter.com/Karl_Lauterbach/status/1240987854819471360

Die Medizinteams werden immer kreativer bei der Präsentation ihrer Botschaft

IWF rechnet damit, dass die lange Wachstumsphase der Wirtschaft jetzt nützt

Der IWF rechnet mit “ziemlich schweren” Auswirkungen der Pandemie auf die Weltwirtschaft. Durch eine lange Wachstumsphase und hohe Beschäftigung im Vorfeld dürfte der aktuelle Schock aber abgefedert werden können, sagt IWF-Strategtiechef Martin Mühleisen. 

Das Hauptziel für Regierungen müsse sein, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. So könne für Zuversicht gesorgt werden, dass die Folgen für die Wirtschaft nur vorübergehend seien. 

Banken und Regierungen hätten beispiellose Maßnahmen für die Liquidität der Märkte ergriffen, “vielleicht mehr als wir brauchten”, sagt der Deutsche. (Reuters)

Boris Johnson äußert sich verständnisvoll

Der britische Premierminister Boris Johnson demonstriert Verständnis für Ärger über Entbehrungen, die seine Regierung der Bevölkerung auferlegt. “Wir nehmen den freigeborenen Bürgern des Vereinigten Königreichs das althergebrachte, unveräußerliche Recht, in ein Pub zu gehen”, sagt Johnson. Er könne verstehen, dass diese außergewöhnliche Maßnahme für die Leute ein schwerer Schlag sei. (Reuters) 

Eindrücke aus einem italienischen Krankenhaus:

Italy: ‘I’ve never feeled so stressed in my life … I’m quite used to intense moments and choices … When you arrive at this point, you realize that you are not enough. We’re 100 anaesthetists here, we’re doing our best here, but maybe it is not enough” https://t.co/1vTrSlxFHk


hakan on Twitter (@hatr)
https://twitter.com/hatr/status/1241074710118629380

Die Mutter einer Freundin ist Ärztin an einem Madrider Krankenhaus. Sie hat dieses Video gedreht: Die Polizei bedankt sich beim medizinischen Personal. Gänsehaut! Irgendwie ein Hoffnungsschimmer, dieser #Zusammenhalt. #CoronaCrisis #StayAtHome #StayStrongSpain https://t.co/HMpq2H2kng


Curd Wunderlich on Twitter (@curdwunderlich)
https://twitter.com/curdwunderlich/status/1241046202575204354

Ein Mensch mit Covid-19-Verdacht wird in Bialystok in Polen ins Krankenhaus gebracht. Bislang sind dort 378 Fälle bekannt.

Ein Mensch mit Covid-19-Verdacht wird in Bialystok in Polen ins Krankenhaus gebracht. Bislang sind dort 378 Fälle bekannt.
 
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Reuters

Polen: Quarantäneüberwachung per App 

Die polnische Regierung will mithilfe des Smartphones unter Quarantäne gestellte Menschen kontrollieren. Die App sei gestartet worden, um Menschen zu orten, die wegen der Coronavirus-Pandemie in Quarantäne sind, erklärte das Digitalministerium am Freitag. Bei Missachtung der Vorgaben drohen Geldbußen oder Polizeibesuche.

Vor allem sei die App dazu da, aus dem Ausland Zurückgekehrte zu überwachen, sagte Karol Manys, Sprecher des polnischen Digitalministeriums, der Nachrichtenagentur AFP. “Menschen, die unter Quarantäne gestellt werden, haben die Wahl: entweder unerwartete Besuche der Polizei zu erhalten oder die App herunterzuladen”, sagte er.

Um zu prüfen, ob der Betroffene an seinem Ort der Isolation bleibt, wird er mehrmals am Tag über die App aufgefordert, ein Selfie zu machen, das mit einem ersten Bild von dem Quarantäneort übereinstimmt. Die App lässt dem Anwender 20 Minuten Zeit dafür. Hält er diese Frist nicht ein, wird eine Mahnung verschickt. Wenn nach weiteren 20 Minuten keine Antwort erfolgt, werden die Strafverfolgungsbehörden via App informiert.

Am Freitag wurde bereits ein Mensch, der sich von seinem Wohnort entfernt hatte, mit einer Geldstrafe von 500 Zloty (111 Euro) belegt, berichtete die Polizei. Die Geldbußen können bis zu mehr als 1100 Euro betragen. In Polen gibt es bislang laut Johns Hopkins Universität 378 Infizierte und sechs Corona-Tote. (AFP)

Ein junger Covid-19-Patient erzählt – als Warnung

Der 25-jährige David Anzarouth aus Toronto flog für eine Partywoche nach Miami – dort infizierte er sich mit dem Coronavirus. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk Kanadas lässt ihn erzählen, wie er Covid-19 erlebte – und er spricht drastisch von “den unglaublichsten Schmerzen”, die er jemals gehabt habe”. Er will seine Geschichte als Warnung verstanden wissen an die, die die Krise nicht ernst nehmen, erzählt er CBC.

I was drenched in a pool of sweat. I was shaking. I was so cold. My head was pounding. It was something like I’ve never experienced before,” Anzarouth said. “It was the most incredible pain I’ve ever experienced. My body felt like I had been flattened.” https://t.co/3utIm0tZh4


Murtaza M. Hussain on Twitter (@mazmhussain)
https://twitter.com/MazMHussain/status/1241031252993626120

Atemschutzmaske der Kategorie FFP-2.

Atemschutzmaske der Kategorie FFP-2.
 
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dpa

Firmen geben Atemschutzmasken ab – VW will mit 3D-Druckern Medizintechnikteile fertigen

Die deutschen Autohersteller und weitere Unternehmen wollen in der Corona-Krise mehrere Hunderttausend Atemschutzmasken bereitstellen. Die Masken, die teils in der jetzt ruhenden Produktion eingesetzt worden wären und aus eigenen Beständen stammen, sollen Kliniken, Arztpraxen, Gesundheitsämtern und städtischen Behörden zur Verfügung gestellt werden. VW will mit 3D-Druckern zudem Medizintechnik-Teile etwa für Beatmungsgeräte fertigen.

Die Wolfsburger erklärten am Freitag, der öffentlichen Gesundheitsvorsorge „zeitnah fast 200.000 Atemschutzmasken der Kategorien FFP-2 und FFP-3“ liefern zu wollen. Diese fallen in die beiden höheren Stufen, FFP-3 bietet professionellen Schutz vor Krankheitserregern oder schädlichen Stoffen in der Luft. Die Spende sei mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) abgestimmt. Die Masken sind im Autobau gängige Ausrüstung für den Schutz vor Dämpfen.

Von einigen Standorten aus prüft der Konzern auch Zulieferungen für Medizintechnik-Hersteller. „Medizinisches Equipment ist natürlich neu für uns“, hieß es. „Aber sobald wir die Anforderungen kennen und die entsprechende Blaupause erhalten, können wir starten.“ Es gehe um Komponenten, die sich mit 3D-Druckern aus der Kunststoffteile- oder Prototypenfertigung herstellen ließen. Man habe bereits Anfragen von Behörden, auch zu Verbänden und Vereinen gebe es Kontakt.

In den deutschen VW-Werken steht die Produktion derzeit wegen hoher Ansteckungsrisiken, abgebrochener Lieferketten sowie der in Europa und China stark eingebrochenen Autonachfrage vorübergehend still. Für die Fertigung von Medizintechnik-Teilen kämen jedoch auch Standorte des Autokonzerns außerhalb der Bundesrepublik infrage.

Daimler will der baden-württembergischen Landesregierung etwa 110.000 Masken aus dem konzerninternen „Pandemiebestand“ für Kliniken und Arztpraxen übergeben. „Wir möchten damit unseren Teil dazu beitragen, um das öffentliche Gesundheitswesen zu unterstützen“, hieß es. Der chinesische Großaktionär Geely – auch Eigentümer von Volvo – erklärte, „dringend benötigte medizinische Lieferungen“ an betroffene Regionen in Europa und Asien zu spenden. Diese seien auch auf dem Weg nach Deutschland und Schweden, darunter Masken und Handschuhe.

Auch BMW spendet Atemschutzmasken, 100.000 Stück sollen laut einem Tweet von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an die Staatsregierung gehen. „Großer Dank“, schrieb Söder in dem Kurznachrichtendienst. Die Schutzmasken wurden in München dem Technischen Hilfswerk übergeben, wie eine BMW-Sprecherin sagte.

Lufthansa – durch die Corona-Krise schwer angeschlagen – verzichtet auf 920.000 Masken. Die bereits fest bestellten Schutzmittel würden den Gesundheitsbehörden zur Verfügung gestellt, erklärte das Unternehmen in Frankfurt. Diese müssten sie dann aber bezahlen. Für die eigenen Mitarbeiter habe man eine ausreichende Menge auf Lager. (dpa)

Trump setzt Gesetz aus Kriegszeiten in Kraft – um Produktion von benötigtem Equipment beschleunigen zu können

US-Präsident Donald Trump hat im Kampf gegen das Coronavirus ein Gesetz aus Kriegszeiten in Kraft gesetzt. Der Defense Production Act (Verteidigungs-Produktions-Gesetz) werde seit Donnerstagabend angewendet, sagt Trump. Es stattet den Präsidenten bei Bedarf mit weitreichenden Befugnissen aus, im Interesse der nationalen Sicherheit in die Privatwirtschaft eingreifen zu dürfen. Die US-Regierung kann damit die Produktion von Atemmasken, Beatmungsgeräten, Ventilatoren und anderes benötigtes Equipment beschleunigen.

Ich bin heute den ersten Tag auf unserer #Covid-19-Intensivstation und habe gerade einen Dialysekatheter in einen fitten sportlichen 45jährigen gelegt, der aber hier mit Multiorganversagen rumliegt und KEINERLEI Vorerkrankungen hatte. #AusgangsSperreJetzt


Abstandhaltendes Beuteltier on Twitter (@19insomnia82)
https://twitter.com/19Insomnia82/status/1240993567063113728

Nicht überall, wo Schutz gewünscht ist, gibt es ihn

Heute Gerichtstermin in Düsseldorf. Keine Schutzmaßnahmen, kein Abstand. Fürsorgepflichten interessieren das Gericht nicht. Mein Kollege Ali Aydin und ich haben die Robe ausgezogen und sind gegangen …. #stayathome Katastrophenfall Justiz.


Seda Başay-Yıldız on Twitter (@sedabasay)
https://twitter.com/sedabasay/status/1240963395005952004

Konferenzzentrum in Madrid wird Militärlazarett

Spanien baut ein Konferenzzentrum in Madrid zu einem großen Militärlazarett um, das Tausende Coronavirus-Patienten aufnehmen soll. Das Lazarett soll 5500 Betten umfassen, darunter auch Intensivbetten. Spanien ist in Europa nach Italien am stärksten von der Pandemie betroffen. 235 Menschen starben dort binnen 24 Stunden an der Lungenkrankheit COVID-19, so viele wie noch nie an einem Tag bisher. (Reuters)

Beschlagnahmter Wodka wird in Polen zu Desinfektionsmittel umgewidmet

In Polen findet Alkohol, der bei Razzien beschlagnahmt wurde, in der Virus-Krise eine neue Verwendung. Die Behörden übergeben öffentlichen Einrichtungen insgesamt 430.000 Liter Alkohol, der dann als Desinfektionsmittel eingesetzt wird. Die illegale Ware, darunter Wodka, hätte eigentlich vernichtet werden sollen, erklären die Staatsanwaltschaft und die Steuerbehörden. Jetzt werden damit öffentliche Verkehrsmittel oder Krankenhäuser gereinigt. (Reuters)

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