Coronavirus: USA erlassen 30-tägigen Einreisestopp aus Europa -Anzeiger

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Weltweit bemühen sich Regierungen, die Coronavirus-Pandemie einzudämmen. Die Zahl der Toten und Infizierten steigt täglich. Die Ereignisse im Newsblog. Freitag, 13. MärzAustralischer Innenminister an Coronavirus erkrankt08.20 Uhr: Der australische Innenminister Peter Dutton hat das Coronavirus. Er sei im Krankenhaus, teilte Dutton am Freitag mit. Er sei am Morgen mit erhöhter Temperatur und Halsschmerzen aufgewacht und habe sich…

Weltweit bemühen sich Regierungen, die Coronavirus-Pandemie einzudämmen. Die Zahl der Toten und Infizierten steigt täglich. Die Ereignisse im Newsblog. 

  • Freitag, 13. März

Australischer Innenminister an Coronavirus erkrankt

08.20 Uhr: Der australische Innenminister Peter Dutton hat das Coronavirus. Er sei im Krankenhaus, teilte Dutton am Freitag mit. Er sei am Morgen mit erhöhter Temperatur und Halsschmerzen aufgewacht und habe sich testen lassen. Es gehe ihm gut. Das Virus Sars-CoV-2 breitet sich auch in Australien immer mehr aus. Die Regierung empfahl deswegen, ab Montag Veranstaltungen mit 500 oder mehr Menschen abzusagen, wenn sie nicht unbedingt nötig sind.

Virologe: Schließung von Schulen und Kindergärten „alternativlos“

08.03 Uhr: Schulen und Kindergärten in ganz Deutschland sollten nach Ansicht des Virologen Alexander Kekulé geschlossen bleiben, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Bundesweite Schließungen seien seiner Meinung nach „absolut alternativlos“, sagte er am Freitag im ZDF-„Morgenmagazin“. Jedes infizierte Kind würde statistisch gesehen zwei bis drei andere Kinder anstecken. Das würde eine „Infektionslawine“ auslösen, die nur schwer zu stoppen sei.

Kekulé kritisierte: „Die Politik läuft hier leider seit Wochen der Entwicklung hinterher.“ Die gemeldeten Zahlen zu Infizierten würden nur einen Stand von vor zehn Tagen wiedergeben. Grund sei die Inkubationszeit des Virus Sars-CoV-2 einerseits, sowie die Zeit, die bis zur Diagnose vergehe andererseits. Deshalb forderte Kekulé „proaktives Handeln“ von den Verantwortlichen. Als Beispiel nennt er den Sonderurlaub von bis zu zehn Tagen pro Jahr, den Eltern nehmen können, wenn ihr Kind krank ist. Die Bundesregierung solle klarstellen, dass Eltern diesen Urlaub auch für die Quarantäne nehmen könnten.

Bayern schließt wegen Coronavirus alle Schulen

07.48 Uhr: Wegen der Coronavirus-Krise schließt Bayern ab Montag alle Schulen. Bis zum Beginn der Osterferien am 6. April werden alle Kindergärten, Schulen und Kitas geschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen erfuhr. Zuvor hatte das Saarland als erstes Bundesland angekündigt, landesweit Schulen und Kindertagesstätten bis Ende der Osterferien zu schließen.

Japans Ministerpräsident Abe: Olympia findet wie geplant statt

07.22 Uhr: Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hat den Vorschlag von US-Präsident Donald Trump zu einer Verlegung der Olympischen Spiele in Tokio abgelehnt. Trotz der Coronavirus-Pandemie seien die Vorbereitungen für die Sommerspiele in Japans Hauptstadt weiter im Plan, sagte Abe einem Sprecher zufolge Trump in einem Telefonat am Freitag. Trump hatte zuvor in einer Medienrunde im Weißen Haus zu den Olympischen Spielen gesagt: „Vielleicht, aber das ist nur meine Meinung, verschieben sie sie um ein Jahr. Vielleicht ist das auch nicht möglich.“

Die Sommerspiele sollen vom 24. Juli bis zum 9. August stattfinden. Abe habe dem US-Präsidenten in dem Gespräch von den Bemühungen Japans berichtet, Olympia wie geplant zu veranstalten, teilte ein Sprecher mit. Beide Regierungschefs hätten dafür eine enge Zusammenarbeit vereinbart. Nach den Sommerspielen sollen am 25. August die Paralympics in Tokio beginnen. Zuletzt waren weltweit Sportveranstaltungen aufgrund der Ausbreitung von Sars-CoV-2 abgesagt oder verschoben worden.

China meldet wieder weniger Neuinfektionen

04.51 Uhr: Mit nur noch acht neu nachgewiesenen Virusfällen haben Chinas Behörden erneut einen neuen Tiefstand der Infektionen seit Beginn der täglichen Berichte über die Epidemie vor sieben Wochen gemeldet. An der Lungenkrankheit Covid-19 starben zudem sieben weitere Menschen, wie die Pekinger Gesundheitskommission am Freitag berichtete. Der tägliche Zuwachs der Todesfälle war ebenfalls der niedrigste seit Wochen.

Die Gesundheitsbehörde hatte bereits am Donnerstag mitgeteilt, dass China den Höhepunkt der Coronavirus-Ausbreitung überschritten habe. „Insgesamt ist der Höhepunkt der aktuellen Epidemie in China überschritten“, sagte ein Sprecher der Kommission. Die Zahl neuer Infektionen mit Sars-CoV-2 gehe immer weiter zurück. Inwieweit die offizielle Statistik die wahre Lage widerspiegelt und wie hoch die Dunkelziffer nicht erfasster Fälle ist, ist jedoch unklar. Seit Ausbruch des Coronavirus wurden auf dem chinesischen Festland 80 813 Infektionen und 3176 Tote gemeldet.

ProSieben zeichnet mehrere Shows ohne Publikum auf

04.00 Uhr: Der Fernsehsender ProSieben will zum Schutz vor dem Coronavirus mehrere Fernseh-Shows ohne Publikum aufzeichnen. Bis auf weiteres würden die Sendungen „The Masked Singer“, „Late Night Berlin“, „Wer schläft, verliert!“ und „Joko & Klaas gegen ProSieben“ ohne Zuschauer stattfinden, teilte der Sender in der Nacht zu Freitag mit.

Unter anderem war „The Masked Singer“ am Dienstagabend erfolgreich in die zweite Staffel gestartet. Mit 25,3 Prozent Marktanteil war die ProSieben-Musikshow bei den 14- bis 49-jährigen Zuschauern das stärkste Format zur besten Sendezeit ab 20.15 Uhr.

Vor Duell mit Bayern: Chelseas Hudson-Odoi infiziert

03.45 Uhr: Kurz vor dem Champions-League-Duell beim FC Bayern ist FC Chelseas Stürmer Callum Hudson-Odoi positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der einst von den Münchnern umworbene 19-Jährige ist damit der erste Spieler in der Premier League, der sich mit Sars-CoV-2 infiziert hat. Er zeigte am Montagmorgen Symptome vergleichbar mit einer leichten Erkältung und trainierte seitdem nicht. Hudson-Odoi muss nun in Quarantäne. Dies betrifft auch alle Personen, die zuletzt Kontakt mit ihm im Mannschaftsgebäude hatten. Dies betrifft erstmal das gesamte erste Team, die Trainer und einige Betreuer, wie der englische Fußball-Erstligist am Freitag mitteilte.

Alle, die keinen engen Kontakt zum Teenager hatten, sollen in den nächsten Tagen ins Training zurückkehren. Hudson-Odoi gehe es gut, wie der FC Chelsea weiter schrieb.

Frau von Kanadas Premier Justin Trudeau erkrankt

03.41 Uhr: Die Ehefrau des kanadischen Regierungschefs Justin Trudeau hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Der Test von Sophie Grégoire Trudeau fiel positiv aus, wie das Büro des Regierungschefs am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte. Ihr gehe es aber gut. Der Premierminister sei „bei guter Gesundheit“ und zeige keine Symptome. Ein Test bei ihm sei nicht geplant. Als Vorsichtsmaßnahme werde er jedoch eine 14-tägige Quarantäne beachten. Bereits einige Stunden zuvor hatte Trudeaus Büro mitgeteilt, dass der Regierungschef und seine Frau sich in Quarantäne begeben hätten. Die First Lady war den Angaben zufolge mit „leichten grippe-ähnlichen Symptomen“ von einer Vortragsreise aus London zurückgekehrt.

Disney-Freizeitparks in Kalifornien, Florida und Paris schließen

03.14 Uhr: Wegen der Coronavirus-Krise schließt der US-Unterhaltungsriese Walt Disney vorübergehend alle seine Freizeitparks. Der Konzern kündigte am Donnerstagabend (Ortszeit) die mehrwöchige Schließung der Vergnügungsparks Walt Disney World im US-Bundesstaat Florida und Disneyland in Paris von Sonntag bis zum Monatsende an.

Wenige Stunden zuvor hatte Disney mitgeteilt, dass sein ältester Freizeitpark, Disneyland in Kalifornien, von Samstag bis Ende März den Betrieb einstellen wird. Disney-Freizeitparks in Tokio, Hongkong und Schanghai sind schon seit mehreren Wochen zu.

Im kalifornischen Disneyland seien zwar keine Fälle von Coronavirus-Infektionen bekannt geworden, aber die Schließung sei im besten Interesse von Besuchern und Angestellten, hieß es in der Mitteilung. Man folge damit der Empfehlung des kalifornischen Gouverneurs, keine Veranstaltungen mit mehr als 250 Menschen in dem Westküstenstaat abzuhalten.

Die Attraktionen auf dem Gelände in Anaheim vor den Toren von Los Angeles sind ein großes Touristenmagnet. Zuletzt war der 1955 eröffnete Freizeitpark, der sich gerne als „Happiest Place on Earth“ ausgibt, nach den Terrorangriffen vom 11. September 2001 in den USA geschlossen worden.

Fomel 1: 14 McLaren-Mitarbeiter als Verdachtsfälle

02.56 Uhr: Nach dem ersten bestätigten Coronavirus-Fall bei McLaren sind weitere 14 Personen des englischen Formel-1-Rennstalls in Quarantäne genommen worden. Die betreffenden Teammitglieder müssen einer Mitteilung vom Freitag zufolge vorsichtshalber für 14 Tage im Hotel in Melbourne bleiben. Diese Personen waren in engem Kontakt mit dem nachgewiesenen ersten Fall. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelt es sich dabei weder um die Fahrer Carlos Sainz und Lando Norris noch Teamchef Andreas Seidl. McLaren hatte sich nach dem einen Positivtest vom mittlerweile abgesagten Grand Prix von Australien zurückgezogen.

Die anderen unverdächtigen McLaren-Mitarbeiter erhielten die Freigabe, ins Fahrerlager zurückzukehren, um dort am Abbau mitzuhelfen. Anschließend sollen sie ins Vereinigte Königreich zurückkehren. Dann dürfen sie aber als Vorsichtsmaßnahme für 14 Tage nicht in die Zentrale von McLaren in Woking.

Belgien schließt Schulen, Cafés und Restaurants

02.08 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus schließt Belgien alle Schulen, Cafés und Restaurants. Auch alle Kundgebungen würden „unabhängig von ihrer Größe“ abgesagt, sagte die belgische Ministerpräsidentin Sophie Wilmès nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrats am Donnerstagabend vor Journalisten in Brüssel. Auch alle Kulturveranstaltungen würden abgesagt, sagte Wilmès weiter. Die neuen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus treten demnach in der Nacht zum Samstag in Kraft. Die landesweite Schließung der Schulen gelte bis 3. April sagte Wilmès.

Erster Fall bei den Vereinten Nationen

1.11 Uhr: Bei den Vereinten Nationen in New York gibt es einen ersten nachgewiesenen Fall des neuartigen Coronavirus. Eine philippinische Diplomatin wurde positiv getestet, wie aus einem internen Brief der UN-Mission vom Donnerstag hervorging, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Sie habe sich zuletzt am Montag für etwa eine halbe Stunde im UN-Hauptquartier am East River aufgehalten. Die gesamte philippinische UN-Mission sei abgeriegelt, die Angestellten befänden sich in freiwilliger Quarantäne. „Wir gehen davon aus, dass wir alle infiziert wurden“, heißt es weiter.

Der Fall könnte sich auf die Vorsichtsmaßnahmen im gesamten UN-Hauptquartier auswirken. Die Vereinten Nationen hatten ihren Mitarbeitern bereits am Dienstag angekündigt, dass das 39-stöckige Gebäude vorerst für Besucher geschlossen würde. Der Komplex in Manhattan beherbergt unter anderem die UN-Generalversammlung mit 193 angehörigen Ländern der Welt sowie den UN-Sicherheitsrat.

Arsenal-Trainer Arteta positiv getestet

0.25 Uhr: Der spanische Trainer des FC Arsenal, Mikel Arteta, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Club der deutschen Fußballprofis Bernd Leno, Mesut Özil und Shkodran Mustafi am Donnerstagabend mit. Der 37 Jahre alte Arteta befindet sich bereits in Quarantäne. Der Verein erwarte, dass sich eine „signifikante“ Anzahl von Personen, „einschließlich des gesamten Kaders und des Trainerteams der ersten Mannschaft“, ebenfalls abschotten müsse.

„Das ist wirklich enttäuschend, aber ich habe den Test gemacht, nachdem ich mich schlecht gefühlt habe“, wurde Arteta in der Club-Mitteilung zitiert. „Ich werde bei der Arbeit sein, sobald es mir wieder erlaubt ist.“

Welche Auswirkungen der Befund auf den Spielplan der englischen Premier League hat, ist unklar. Arsenal kann für mindestens 14 Tage – die maximale Dauer der Inkubationszeit des Virus – keine Spiele mehr absolvieren. Die nächste Partie wäre am Samstag das Auswärtsspiel bei Brighton and Hove Albion gewesen.

Im FA-Cup stand am 22. März das Viertelfinale bei Sheffield United an. Letzter Gegner der Londoner war am vergangenen Samstag West Ham United. Wann und wie sich Arteta infiziert hat, blieb zunächst unklar.

Formel-1-Auftakt in Melbourne wegen Cornavirus abgesagt

0.18 Uhr: Der für Sonntag geplante Saisonstart der Formel-1-WM 2020 in Melbourne ist am Freitag wegen eines Coronafalls im Fahrerlager abgesagt worden. Das teilten der Automobil-Weltverband FIA, die Königsklasse und der Promoter des Großen Preises von Australien mit. Die Formel 1 reagierte damit auf den positiven Test eines Mechanikers aus dem McLaren-Team, das deshalb schon am Donnerstagabend seinen Rückzug vom Grand Prix bekannt gegeben hatte.Bis zur Entscheidung zur Absage des Rennens verging allerdings eine ganze Nacht, am Freitagmorgen gegen 10.00 Uhr (Ortszeit) standen bereits Zehntausende Fans vor den Toren der Strecke am Albert Park und hofften vergeblich auf Einlass. Zwei Stunden später sollte ursprünglich das erste freie Training beginnen.

Noch unklar ist nun, wie es in der Formel 1 weitergeht. Der zweite Grand Prix am kommenden Wochenende in Bahrain (22. März) war bereits als Geisterrennen ohne Zuschauer geplant, angesichts der neuen Lage scheint eine Austragung des Rennens nun aber höchst unwahrscheinlich. Hinter Vietnam (5. April) stand ohnehin ein Fragezeichen, das vierte Rennen in China (ursprünglich 19. April) war bereits im Februar abgesagt worden.

  • Donnerstag, 12. März

Belgien schließt wegen Coronavirus Schulen, Cafés und Restaurants

23.00 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus schließt Belgien alle Schulen, Cafés und Restaurants. Auch alle Kundgebungen würden „unabhängig von ihrer Größe“ abgesagt, sagte die belgische Ministerpräsidentin Sophie Wilmès am Donnerstagabend vor Journalisten in Brüssel. Die Schließung der Schulen gelte bis 3. April, sagte sie weiter.

NRW-Landesregierung berät Freitag über Schulschließung

22.15 Uhr: In mehreren Bundesländern wird über eine Schließung von Schulen beraten. Flächendeckende „Corona-Ferien“ waren bisher nicht geplant. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ am Donnerstagabend erfuhr, trifft sich die NRW-Landesregierung am Freitagmorgen, um über eine Schulschließung zu beraten. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) soll sich für eine Schließung der Schulen ausgesprochen haben, heißt es. Ihr gegenüber stehe Ministerpräsident Armin Laschet, der Schulschließungen noch nicht umsetzen will.

Zuvor schloss auch die Kultusministerkonferenz „Corona-Ferien“ nicht aus. Am Donnerstag forderte der NRW-Elternverein, den Unterricht einzustellen. „Wir bekommen viele Anrufe besorgter Eltern“, sagte Vorsitzende Andrea Heck. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) erklärte, man versuche, einen Normalbetrieb so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Sie verwies darauf, dass Eltern auch Betreuung für ihre Kinder bräuchten.

Vier Gemeinden in Katalonien wegen Coronavirus abgeriegelt

22.01 Uhr: Die katalanischen Behörden haben wegen der Coronavirus-Pandemie vier Gemeinden in Nordspanien abgeriegelt. Die insgesamt 66.000 Einwohner der Städte Igualada, Òdena, Santa Margarida de Montbui und Vilanova del Camí dürften den „städtischen Kern“ nicht verlassen, teilte der Zivilschutz am Donnerstag unter Berufung auf Anweisungen der katalanischen Regionalregierung im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Ihre Häuser dürfen die Menschen demnach aber verlassen.

+++ Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Pressekonferenz zur Corona-Krise +++ 

21.30 Uhr: Möglichst wenig unter Leute gehen, auch kleinere Veranstaltungen absagen und Krankenhaus-Plätze für Corona-Patienten frei halten: Bund und Länder haben sich auf Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus geeinigt. Die Kanzlerin mahnt eindringlich. Die Maßnahmen im Überblick:

Wegen Coronavirus auf Sozialkontakte weitgehend verzichten

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bevölkerung wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus aufgefordert, wo immer möglich auf Sozialkontakte zu verzichten. Das sagte die CDU-Politikerin am Donnerstagabend nach Beratungen der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin.

Auch „alle nicht notwendigen“ Veranstaltungen mit weniger als 1000 Teilnehmern sollten abgesagt werden. „Das ist ein Aufruf an alle“, sagte Merkel. Bereits bisher gilt die Aufforderung der Bundesregierung, Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmern abzusagen.

Schließung von Kindergärten und Schulen möglich

Auch die vorübergehende Schließung von Kindergärten und Schulen etwa durch das Vorziehen der Osterferien sei eine weitere Option, sagte Merkel. Die Ausbreitung des Virus werde voraussichtlich vor keiner Region haltmachen.

Gravierende Spuren werde die Epidemie auch im Wirtschaftssystem haben, sagte Merkel. „Das ist eine unbekannte Herausforderung für uns“, sagte Merkel. „Wir haben es mit einem dynamischen Ausbruchsgeschehen zu tun, das heißt, die Zahl der infizierten Personen steigt sehr stark an.“

Desweiteren hat die Bundeskanzlerin weitere „umfassende“ Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft in der Corona-Krise angekündigt. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) würden dazu am Freitag Maßnahmen vorlegen. Sie verwies darauf, dass die Bundesregierung bereits Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld auf den Weg gebracht habe.

Söder: Tiefe Rezession in Deutschland verhindern

Bund und Länder wollen nach den Worten von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine Wirtschaftskrise in Deutschland als Folge des Coronavirus verhindern. „Wir werden alles tun, was notwendig ist, um die wirtschaftliche Stabilität zu erhalten“, sagte Söder nach Beratungen der Ministerpräsidenten mit der Bundesregierung am Donnerstagabend in Berlin. Die Erhöhung von Liquiditätshilfen sei „zentral“. Deutschland sei ein reiches Land. Eine „tiefe Rezession“ solle vermieden werden.

Söder erinnerte an die legendäre Aussage von Mario Draghi im Sommer 2012. Der damalige Präsident der Europäischen Zentralbank hatte auf dem Höhepunkt der Euroschuldenkrise die Eurozone mit dem Versprechen stabilisiert, „die EZB wird alles tun, um den Euro zu retten“ („Whatever it takes“). 

Söder: Nächste fünf Wochen sind entscheidend im Kampf gegen Corona

Im Kampf gegen die rasante Ausbreitung des Coronavirus sind nach den Worten von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die nächsten vier bis fünf Wochen entscheidend. Alle Maßnahmen würden erstmal bis zum 20. April terminiert, danach werde man eine Bestandsaufnahme machen, sagte der CSU-Chef nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder am Donnerstagabend in Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, dieser Zeitraum sei „sehr, sehr entscheidend“ dafür, wie es danach weitergehe. 

Bund und Länder: Ab Montag alle planbaren Operationen verschieben

Deweiteren gilt: Um die Krankenhäuser für Coronapatienten freizuhalten, sollen nach dem Willen von Bund und Ländern alle planbaren Operationen, Aufnahmen und Eingriffe verschoben werden. Dies solle soweit medizinisch vertretbar ab Montag für unbestimmte Zeit gelten, heißt es dem Beschluss von Bundesregierung und den Ministerpräsidenten der Länder vom Donnerstagabend.

Frankreich schließt alle Schulen, Hochschulen und Kitas ab Montag

20:20: Wegen der Coronavirus-Krise bleiben in Frankreich alle Schulen geschlossen. „Ab Montag und bis auf Weiteres werden alle Kindergärten, Schulen, Hochschulen und Universitäten geschlossen“ sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Donnerstagabend in einer TV-Ansprache. Er rief außerdem alle Menschen über 70 Jahre, Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Atemwegserkrankungen dazu auf, so weit wie möglich in ihren Häusern zu bleiben.

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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer TV-Ansprache

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AFP

Beobachter hatten erwartet, dass Frankreich die anstehen Kommunalwahlen absagen würde. Die erste Wahlrunde war für den 15. März geplant, die zweite für den 22. März. Die Kommunalwahlen in Frankreich werden wie geplant stattfinden, mit einem ersten Wahlgang am Sonntag, wie der Präsident sagte. Er habe Gesundheitsexperten konsultiert und diese seien der Meinung, dass es keinen Grund gebe, warum die Franzosen, selbst die Schwächsten, nicht zur Wahl gehen sollten. Allerdings müssten sich Franzosen strikt an Hygieneregeln halten.

Weitere Coronavirus-Patientin stirbt im Kreis Heinsberg

20:18 Uhr: In Nordrhein-Westfalen ist eine vierte mit dem Coronavirus infizierte Patientin gestorben. Die 78-Jährige starb am Donnerstagnachmittag an den Folgen einer Lungenentzündung in einem Heinsberger Krankenhaus, wie der von der Epidemie besonders betroffene Kreis mitteilte. Wo sich die Patientin mit dem Virus angesteckt hatte, sei noch nicht bekannt, hieß es.

Netanjahu ruft zu Notstandsregierung in Israel auf

20.05 Uhr: Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu am Donnerstag zur Bildung einer Notstandsregierung aufgerufen. Eine solche Regierung solle „noch heute Abend“ für eine begrenzte Zeit eingerichtet werden, „um das Leben Zehntausender zu retten“, sagte der 70-Jährige vor Journalisten. „Was wir brauchen, ist nationale Verantwortung“, sagte Netanjahu. Man dürfe gegenwärtig nur an das Wohl des Staates Israel denken und die Gesundheit seiner Bürger. 

Erster Todesfall durch Coronavirus in Griechenland

19.35 Uhr: Griechenland hat seinen ersten Todesfall durch das neuartige Coronavirus gemeldet. Dabei handelt es sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums um einen 66-jährigen Griechen, der Ende Februar von einer Israel-Reise zurückgekehrt war. Er starb demnach am Donnerstagmorgen. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen erhöhte sich laut Ministerium um 18 auf 118. Angesichts des deutlichen Anstiegs bei den Infektionsfällen kündigte die griechische Regierung eine Verschärfung der Schutzmaßnahmen an. Alle Kinos, Theater und Nachtclubs blieben für 15 Tage geschlossen, erklärte das Gesundheitsministerium.

Türkei schließt landesweit Schulen

Auch das Nachbarland Türkei verhängte am Donnerstag drastische Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Virus. Nach einem fast sechsstündigen Kabinettstreffen kündigte ein Sprecher von Präsident Recep Tayyip Erdogan die Schließung aller Schulen für die kommenden zwei Wochen an. Alle Universitäten blieben ab Montag für drei Wochen geschlossen, sagte der Sprecher. Er kündigte zudem ein Zuschauerverbot für alle Fußballspiele in der Türkei bis Ende April an.

Pause für Draisaitl: Auch NHL setzt ihren Spielbetrieb aus

19.12 Uhr: Die NHL setzt als zweite der großen nordamerikanischen Profiligen ihren Spielbetrieb aus. Die 31 Eishockey-Teams haben wegen der Coronakrise mit sofortiger Wirkung auf unbestimmte Zeit Pause, das gab die Liga am Donnerstag bekannt. Die Entscheidung fiel in Abstimmung mit Medizinern. Zuvor hatte bereits die Basketball-Profiliga NBA die Reißleine gezogen und ihre Saison bei noch 189 ausstehenden Hauptrundenspielen gestoppt.Vom Schritt sind zahlreiche deutsche Spieler betroffen. Darunter Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers, derzeit mit 110 Punkten (43 Tore, 67 Assists) Topscorer der Liga, Dominik Kahun (Buffalo Sabres) oder Philipp Grubauer (Colorado Avalanche).

„Nach den Nachrichten von gestern, dass ein NBA-Spieler positiv auf den Coronavirus getestet wurde und angesichts der Tatsache, dass unsere Ligen so viele Einrichtungen und Umkleideräume teilen und es jetzt wahrscheinlich ist, dass ein Mitglied der NHL-Community irgendwann positiv getestet werden würde, ist es nicht mehr angebracht, weiterhin Spiele auszutragen“, teilte die NHL mit. Ziel sei es, den Spielbetrieb „so bald wie möglich wieder aufzunehmen“.

Berlinweit inzwischen acht Schulen und zwei Kitas geschlossen

19.00 Uhr: Die Zahl der wegen des neuartigen Coronavirus geschlossenen Schulen in Berlin ist auf acht gestiegen. Das teilte die Senatsverwaltung für Bildung am Donnerstag auf Anfrage mit. An fünf weiteren Schulen seien zumindest einzelne Klassen oder Lehrkräfte in Quarantäne. „Die Situation kann sich allerdings täglich ändern“, sagte Martin Klesmann, Sprecher der Senatsverwaltung. 

Die Kultusministerkonferenz schließt wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus eine flächendeckende Schließung von Schulen in ganz Deutschland oder in einzelnen Regionen nicht aus. 

Zahl der Toten in Italien steigt über 1000

18.35 Uhr: In Italien ist die Zahl der Toten im Zuge der Coronavirus-Krise auf mehr als 1000 gestiegen. Der Zivilschutz teilte in Rom mit, dass die Zahl der Todesopfer nun bei 1016 liegt. Am Vortag waren es noch 827 Tote. Die Zahl der Infizierten stieg derweil auf 15.113, ein Anstieg um 2651 gegenüber Mittwoch.

Virus löst erneut Panik an den Börsen aus

18.20 Uhr: Die sich weiter verschärfende Coronavirus-Krise hat am Donnerstag an den globalen Finanzmärkten zu massiven Verwerfungen geführt. Wie schon zu Wochenbeginn flohen die Anleger in als sicher empfundene Wertpapiere wie etwa amerikanische und deutsche Staatsanleihen, während Aktien weltweit aus den Portfolios der Investoren flogen. Der deutsche Leitindex Dax, der schon zum Handelsstart um mehr als 500 Punkte auf unter 10.000 Punkte gesackt war, schloss 12,24 Prozent tiefer bei 9161,13 Punkten. Es ist auf Schlusskursbasis der zweitgrößte prozentuale Tagesverlust seiner mehr als 30 Jahre alten Geschichte.

Mitarbeiter von Bolsonaro nach Treffen mit Trump positiv auf Coronavirus getestet

17.51 Uhr: Der Kommunikationschef von Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden – nachdem er von einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in dessen Anwesen in Florida zurückgekehrt ist. Fabio Wajngarten sei an Covid-19 erkrankt, teilte die brasilianische Regierung am Donnerstag mit. Es würden „alle notwendigen Präventionsmaßnahmen ergriffen, um die Gesundheit des Präsidenten und aller Mitarbeiter, die mit ihm in die USA gereist sind, zu schützen“, hieß es weiter.

Wajngarten hatte Bolsonaro am vergangenen Samstag zu einem Essen mit Trump in Florida begleitet. Im Online-Dienst Instagram hatte Wajngarten ein Foto veröffentlicht, auf dem er gemeinsam mit Trump und dessen Vize-Präsident Mike Pence zu sehen war. 

Handball-Bundesliga unterbricht Saison bis zum 23. April

17.35 Uhr: Wegen der Corona-Krise stellt die Handball-Bundesliga (HBL) ihren Spielbetrieb vorerst ein. Dies bestätigte HBL-Pressesprecher Oliver Lücke dem SID. Vorerst wurde die Zwangspause bis zum 23. April terminiert. „Niemand weiß, wie sich die Dinge in den kommenden Wochen entwickeln. Aber es gibt auch eine gesellschaftliche Verantwortung, der wir uns selbstverständlich stellen“, sagte Lücke. Das Final Four um den Pokal des Deutschen Handball Bundes (DHB) soll zum Saisonende im Juni ausgespielt werden.

Mediengruppe RTL verzichtet auf Publikum bei Shows 

17.27 Uhr: Bis auf Weiteres verzichten die Sender der Mediengruppe RTL Deutschland ab morgen bei ihren Shows auf Publikum. Damit kommt die Sendergruppe auch ohne konkretes Verbot ihrer Verantwortung nach, Publikum und Mitwirkende vor einer möglichen Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen. Ausgenommen davon sind Freunde und Familie der Protagonisten.

Aktuell gilt das für die beiden RTL-Shows „Let’s Dance“ am morgigen Freitag, 13.3. und „Deutschland sucht den Superstar“ am Samstag, 14.3. jeweils um 20.15 Uhr.

Kultusminister schließen flächendeckende Schulschließungen nicht aus 

17.18 Uhr: Die Kultusministerkonferenz schließt wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus eine flächendeckende Schließung von Schulen in ganz Deutschland oder in einzelnen Regionen nicht aus. Das sagte die Vorsitzende, die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig, am Donnerstag nach Beratungen mit ihren Kollegen und Kolleginnen aus den anderen 15 Bundesländern in Berlin.

Allerdings stellen sich die Minister auch auf das zweite mögliche Szenario ein, dass der Schulbetrieb während der Coronavirus-Krise weitergeführt wird. Er würde sich dann aber auf den Unterricht sowie Lehrer- und Schulkonferenzen beschränken. Auf Klassenfahrten ins Ausland und Ausflüge im Inland müsse dann grundsätzlich verzichtet werden.

Evangelische Kirche verzichtet auf Abendmahl

17.06 Uhr: Die evangelischen Kirchengemeinden im Rheinland sollen wegen des Coronavirus vorerst auf das Abendmahl verzichten. Auch die Konfirmationen, die eigentlich im Frühjahr gefeiert werden, sollten die Presbyterien verschieben, empfahl die Evangelische Kirche im Rheinland am Donnerstag.

„Hintergrund aller Empfehlungen ist die Sorge um besonders gefährdete Personen, also ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen“, sagte der Leiter des Landeskirchenamts, Johann Weusmann.

90 Kilometer Lkw-Stau am Brenner

17.02 Uhr: Die italienische Regierung ist empört über die Lastwagen-Behinderungen am Brenner. Weil Österreich wegen der Ausbreitung des Coronavirus strikte Grenzkontrollen eingeführt hat, stauten sich die Lkw zeitweise auf bis zu 90 Kilometer.

„Wir erwarten, dass Österreich bis heute Abend zur Normalität zurückkehrt, erklärte Verkehrsministerin Paola De Micheli am Donnerstag. Die meisten Ladungen seien für Deutschland und Nordeuropa bestimmt und nur für den Transit durch Österreich. Daher müsse so schnell wie möglich wieder Normalität im Schienen- und Straßenverkehr hergestellt werden. Rom habe die EU-Kommission zum Eingreifen aufgefordert.

 

Keine größeren Veranstaltungen mehr in den Niederlanden

16.35 Uhr: Zur Eindämmung der Coronavirus müssen in den Niederlanden Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern abgesagt werden. Das beschloss die Regierung in Den Haag, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtet. Betroffen seien zum Beispiel Sportwettkämpfe, Theatervorstellungen oder Ausstellungen, sagte Gesundheitsminister Bruno Bruins nach einer Krisensitzung des Kabinetts.

Die Maßnahme gelte zunächst bis zum 1. April. Insgesamt wurden in den Niederlanden bis Donnerstag 614 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert, fünf Menschen starben.

Kaum Betrieb am Flughafen Frankfurt

16.29 Uhr: Auf Deutschlands größtem Flughafen Frankfurt am Main sind die Terminals wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie derzeit recht leer. Der Betreiber Fraport teilte mit, die Zahl der Passagiere im Februar sei um vier Prozent im Jahresvergleich auf 4,4 Millionen gesunken.

In der letzten Februarwoche bis 1. März ging die Zahl demnach sogar um 14,5 Prozent zurück. Dieser negative Trend habe sich in der ersten Märzwoche sogar noch beschleunigt. Grund sind die vielen stornierten Flüge wegen der Ausbreitung des Coronavirus.

Basketball-Bundesliga setzt Spielbetrieb aus

16.21 Uhr: Die Basketball Bundesliga (BBL) stellt aufgrund der Corona-Krise vorübergehend den Spielbetrieb ein. Dies teilte die BBL am Donnerstag nach einer Sitzung in Stuttgart mit. Die Basketballer hoffen, ihre Serie später im Jahr noch fortsetzen zu können.

„In sorgsamer Abwägung und unter Berücksichtigung der obersten Priorität, der weiteren Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken, wurde einstimmig beschlossen, den Spielbetrieb der easyCredit Basketball Bundesliga bis auf weiteres auszusetzen“, heißt es in einer Mitteilung der Liga. 

Erster Todesfall in Bayern

16.09 Uhr: Auch in Bayern hat es einen ersten Todesfall nach einer Infektion mit dem Coronavirus gegeben. Der 80-jährige Patien hatte Vorerkrankungen und sei in der Nacht zum Donnerstag im Klinikum Würzburg gestorben, teilte am Nachmittag das Gesundheitsministerium in München mit. Damit erhöht sich bundeweit die Zahl der Todesfälle auf fünf. 

Semperoper und Bühnen in Hamburg geschlossen

15.58 Uhr: Die Semperoper und das Staatsschauspiel Dresden stellen wegen der Ausbreitung des Coronavirus zunächst bis 19. April den Spielbetrieb ein. Dies teilte das sächsische Kulturministerium mit. Die Museen sollen vorerst grundsätzlich geöffnet bleiben, aber besondere Hygienemaßnahmen ergreifen. 

Auch in Hamburg wurden wegen der Corona-Krise alle Veranstaltungen in staatlichen Theatern und Konzerthäusern bis Ende April per Erlass untersagt. Das teilte die Kulturbehörde mit.  

Bayern und Baden-Württemberg erwägen Schulschließungen

15.48 Uhr: In Bayern und Baden-Württemberg könnte es womöglich bald vollständige Schulschließungen geben. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte am Donnerstag am Rande der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin, er habe seine zuständigen Fachminister zur Vorbereitung entsprechender Schritte aufgerufen.

Laut Söder werde auch in Baden-Württemberg „sehr, sehr ernsthaft“ darüber nachgedacht. Es gibt beim Thema Schulschließungen aber keine einheitliche Haltung der Bundesländer.

Wie Söder sagte, soll die Entscheidung für Bayern noch Donnerstagabend oder Freitagvormittag getroffen werden. Dabei sollten aber etwa für Abiturienten Lösungen gefunden werden, ihre Prüfungen ablegen zu können. Auch für Kitas will Söder mögliche vollständige Schließungen debattieren. 

Mannschaft von Hannover 96 unter Quarantäne

15.42 Uhr: Der Zweitliga-Club Hannover 96 stellt seine komplette Mannschaft für 14 Tage unter Quarantäne. Der ehemalige FC-Spieler Jannes Horn ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Klub beantragt bei der Deutschen Fußball Liga die Absetzung der Zweitligaspiele gegen Dynamo Dresden am Sonntag und beim VfL Osnabrück.

Slowakei schließt Grenzen praktisch vollständig

15.28 Uhr: Die Slowakei verhängt nach Angaben von Regierungskreisen Einreiseverbote für praktisch alle Ausländer. Nur Polen dürfen noch einreisen. In der Slowakei gibt es 16 bestätigte Infektionsfälle mit dem Coronavirus (Stand Donnerstagnachmittag). 

Skisprung-Saison vorzeitig abgebrochen

15.18 Uhr: Die Weltcup-Saison der Skispringer ist vorzeitig abgebrochen worden. „Wir müssen Sie darüber informieren, dass die Saison beendet ist“, sagte Renndirektor Walter Hofer vom Internationalen Ski-Verband nach einer Krisensitzung in Trondheim. Die norwegische Regierung hatte zuvor drastische Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus verkündet.

In Trondheim war für den Abend im Rahmen der Raw-Air-Tour der vorletzte Einzelwettkampf der Saison vorgesehen. Auch die Austragung der Skiflug-WM im slowenischen Planica (19. bis 22. März) ist mehr als fraglich, eine Entscheidung ist aber offiziell noch nicht gefallen.

Den Gesamtweltcup hat somit zum zweiten Mal in seiner Karriere Stefan Kraft gewonnen. Der Österreicher verwies mit 1659 Punkten den viermaligen Saisonsieger Karl Geiger (Oberstdorf/1519) auf Rang zwei.

Prag schließt Grenze für Reisende aus 15 Ländern

15.05 Uhr:  Tschechien schließt seine Grenzen für alle Deutschen, die keinen festen Wohnsitz in dem EU-Mitgliedstaat haben. Die Maßnahme gelte auch für Ausländer aus Italien, Spanien, Österreich, der Schweiz, Schweden, Norwegen, den Niederlanden, Belgien, Großbritannien, Dänemark und Frankreich, erklärte Ministerpräsident Andrej Babis nach einer Krisensitzung am Donnerstag. Er stufte diese Staaten als Risikogebiete für eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus ein. In Tschechien gibt es bisher 96 bestätigte Fälle einer Infektion mit dem Virus.

Spanien meldet Anstieg der Fälle um fast 850 Fälle an einem Tag

14.41 Uhr: In Spanien steigt die Zahl der Coronavirus-Fälle rasant an: Die Regierung in Madrid meldete am Donnerstag fast 3000 Infektionsfälle. Nach 2140 Fällen am Mittwochabend seien es am Donnerstag 2968 Fälle gewesen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Fast die Hälfte der Fälle betrafen die Hauptstadtregion Madrid.

Die Zahl der Toten verdoppelte sich binnen 24 Stunden fast von 48 auf 84. In der Region Madrid, in der seit Mittwoch alle Schulen geschlossen sind, wurden 1388 Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus festgestellt. Die Region Katalonien will ab Freitag die Schulen schließen. 

Uefa stellt Spielbetrieb der Champions League und Europa League offenbar ein

14.30 Uhr: Die Europäische Fußball-Union wird nach Informationen der spanischen Tageszeitung „Marca“ den Spielbetrieb in der Champions League und in der Europa League wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus aussetzen. Der spanische Verbandsboss Luis Rubiales bestätigte am Donnerstag, dass es entsprechende Überlegungen gebe. Eine offizielle Bestätigung der UEFA gab es zunächst nicht.

Die Entscheidung wäre quasi ein Novum in der europäischen Königsklasse. In der Vergangenheit waren einmal acht Gruppenspiele nach den Terroranschlägen in New York am 11. September 2001 um eine Woche verschoben worden. Ansonsten hatte es meist nur Verschiebungen aufgrund von schlechten Witterungsbedingungen gegeben.

Eine Bestätigung des Berichts lag am frühen Nachmittag noch nicht vor, wie Bayer 04 erklärte: „Stand jetzt wird gespielt. Der Uefa-Delegierte hat keine anderen Informationen.“

Schutzmaßnahmen stoppen Kuciak-Mordprozess

14.16 Uhr: Die Präventivmaßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus haben vorerst den Journalistenmord-Prozess in der Slowakei blockiert. Das zuständige Spezialgericht für organisierte Kriminalität in Pezinok bei Bratislava sagte alle für März geplanten Verhandlungstermine des Gerichtsverfahrens ab. Man folge damit einer Anordnung der Regierung, zur Verhinderung einer weiteren Corona-Ausbreitung alle Großveranstaltungen abzusagen, teilte das Gericht mit. Am Donnerstag gab es 16 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus in der Slowakei. 

Der Mord am Investigativ-Journalisten Jan Kuciak und seiner Verlobten Martina Kusnirova im Februar 2018 hatte Massendemonstrationen ausgelöst, die zum Sturz der damaligen Regierung führten. Im Januar hatten Hunderte Journalisten und andere Beobachter aus aller Welt die erste Phase des Verfahrens direkt im Gerichtssaal mitverfolgt.

Spanische Fußball-Ligen pausieren 14 Tage

14.05 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 wird in Spanien der Spielbetrieb der 1. und 2. Liga eingestellt. Die Entscheidung sei am Donnerstag bei einem Dringlichkeitstreffen mit Vertretern des Nationalverbandes RFEF und der spanischen Gesundheitsbehörden in Madrid getroffen worden, teilte die Profiliga mit. Sie gelte zunächst für die nächsten zwei Runden.

Europäische Zentralbank verstärkt Anleihenkäufe

13.55 Uhr: Die EZB steckt bis zum Jahresende 120 Milliarden Euro zusätzlich in Anleihenkäufe wegen Sorgen um die Konjunktur infolge des Coronavirus. Das entschied der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt.

Erstes Todesopfer in Polen

13.10 Uhr: In Polen ist zum ersten Mal ein mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierter Mensch gestorben. Es handelt sich um eine 57 Jahre alte Frau, die im Krankenhaus in Poznan behandelt wurde und am Donnerstag starb, wie der stellvertretende Bürgermeister der Stadt, Jedrzej Solarski, laut Nachrichtenagentur PAP mitteilte. Sie habe schon bei ihrer Einlieferung in die Klinik eine schwere Lungenentzündung gehabt und sei künstlich beatmet worden.

McLaren tritt nicht zum Formel-1-Auftakt in Australien an

12.33 Uhr: Formel-1-Rennstall McLaren zieht sein Team für den Auftakt in Australien nach einem Coronavirus-Fall im Rennstall zurück. Das teilte der britische Rennstall am Donnerstag mit, der für Sonntag geplante Grand Prix in Melbourne steht damit wohl vor der Absage. 

Deutsche Wirtschaft leidet unter Folgen der Epidemie

12.25 Uhr: Die Ausbreitung des Coronavirus und die Folgen der Pandemie machen der deutschen Wirtschaft schwer zu schaffen: In einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Münchner Ifo-Instituts unter knapp 3400 Unternehmen in Industrie, Handel und Dienstleistung gaben 56,2 Prozent der Firmen an, sie spürten aktuell negative Auswirkungen.

Am schlimmsten ist die Lage demnach bei Reiseveranstaltern und Reisebüros sowie im Gastgewerbe. In der Industrie liegt der Anteil der Firmen, die negative Auswirkungen der Epidemie spüren, laut Ifo-Umfrage bei 63 Prozent.

Rom schließt Flughafen

12.22 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie in Italien werden in Rom der Flughafen Ciampino komplett geschlossen und ein Terminal des Hauptflughafens Fiumicino dicht gemacht. Die Abfertigung von Passagierflügen in Ciampino werde in der Nacht zum Freitag eingestellt, teilte die Betreibergesellschaft ADR am Donnerstag mit.

Am Dienstag werde überdies Terminal 1 von Fiumicino geschlossen. Die Schließungen seien wegen der zahlreichen Streichungen von Flügen von und nach Italien nötig geworden. 

Real Madrid setzt Spieler in Quarantäne

12.20 Uhr: Der spanische Club Real Madrid setzt die Spieler seiner Fußball- und Basketball-Profiteams mit dem deutschen Fußball-Nationalspieler Toni Kroos in Quarantäne. Der Notfallplan werde aktiviert, weil ein Basketballer positiv auf das neue Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden sei, teilte der Verein am Donnerstag mit.

CDU verschiebt Bundesparteitag

12.16 Uhr: Die CDU verschiebt wegen der Corona-Krise ihren für den 25. April geplanten Sonderparteitag zur Wahl eines Nachfolgers der scheidenden Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Ein neuer Termin steht noch nicht fest, wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag erfuhr. 

Erstes Todesopfer auf Mallorca

12.11 Uhr: Auf Mallorca ist zum ersten Mal ein mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierter Mensch gestorben. Die 59 Jahre alte Frau sei in der Nacht zum Donnerstag im Universitätskrankenhaus Son Espases in Palma ums Leben gekommen, teilten die zuständigen Behörden der spanischen Urlaubsinsel mit. Die Patientin hatte den Angaben zufolge Vorerkrankungen.

Auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln gibt es den Behörden zufolge 17 Infektionsfälle, in ganz Spanien dagegen mehr als 2200 Infektionen. Die Frau auf Mallorca war das 56. Todesopfer in Spanien.

Webasto produziert auch in China wieder

12.08 Uhr: Der oberbayerische Autozulieferer Webasto, bei dem Ende Januar der erste Corona-Infizierte in Deutschland festgestellt worden war, sieht sich auf dem Weg zurück zur Normalität. „Inzwischen ist die Produktion an allen unseren chinesischen Standorten außerhalb der Provinz Hubei wieder in eingeschränktem Maße angelaufen“, sagte Webasto-Chef Holger Engelmann der „Wirtschaftswoche“.„Nach letzten offiziellen Informationen der chinesischen Regierung“ könnten auch die Werke in der Provinz Hubei in dieser Woche wiedereröffnet werden. 

Alpin-Skisaison vorzeitig beendet

12 Uhr: Die globale Coronavirus-Krise hat die alpine Saison abrupt beendet. 12 Stunden nach der Absage der Damen-Rennen in Are hat der Weltverband Fis am Donnerstag auch die für das Wochenende geplanten letzten Wettkämpfe der Herren in Kranjska Gora gestrichen. Die Gesundheit und das Wohlergehen der Sportler und Betreuer habe Priorität, hieß es.

Das in Cortina d’Ampezzo geplante Weltcup-Finale war als Vorsorgemaßnahme gegen Sars-CoV-2 im von der Epidemie heftig heimgesuchten Norditalien schon zuletzt abgesagt worden. In Kranjska Gora standen eigentlich noch ein Slalom und ein Riesenslalom an. Durch die Absage steht der Norweger Aleksander Aamodt Kilde als Sieger der Weltcup-Gesamtwertung fest.

DFB erwägt Abbruch der Saison

11.54 Uhr: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sieht wegen der raschen Ausbreitung des Coronavirus die Gefahr eines Abbruchs der laufenden Saison. „Wir müssen uns mit allen Szenarien beschäftigen, um vorbereitet zu sein, wenn der Fall eintreten sollte, dass der Spielbetrieb unterbrochen oder die Saison sogar vorzeitig beendet werden müsste“, schrieb DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius in einem Gastbeitrag für das Fachmagazin kicker.

Covid-19-Patient in Baden-Württemberg gestorben

11.43 Uhr: Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Stuttgart ist in Baden-Württemberg ein Patient an einer Coronavirusinfektion gestorben. Bundesweit erhöht sich die Zahl der Toten damit auf vier. Die ersten drei Todesopfer stammen alle aus dem Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen.

Halle schließt alle Kitas und Schulen

11.26 Uhr: Die Stadt Halle in Sachsen-Anhalt schließt von diesem Freitag an alle Kindertagesstätten und Schulen. Das gelte vorerst bis zum 27. März, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Donnerstag in Halle. In Halle, einer Stadt mit knapp 240.000 Einwohnern, gibt es aktuell fünf bestätigte Infektionsfälle mit dem Virus. Die Stadt ist die erste deutsche Großstadt, die alle Kindergärten und Schulen für zwei Wochen schließt. 

Mann mit Vorerkrankungen stirbt in Wien

11.10 Uhr: In Österreich ist zum ersten Mal ein mit dem Coronavirus Infizierter am neuen Coronavirus gestorben. Wie der medizinische Krisenstab der Stadt Wien am Donnerstag mitteilte, handelt es sich bei dem Todesopfer um einen 69 Jahre alten Mann, der aus Italien nach Österreich zurückgekehrt war. Der Mann hatte laut der Mitteilung Vorerkrankungen und starb in der Nacht auf Donnerstag im Krankenhaus. Mit Stand Donnerstag, 8 Uhr, wurden in Österreich 302 bestätigte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 verzeichnet.

RKI ruft Jugend zu Solidarität mit Älteren auf

11.08 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat angesichts der Coronavirus-Pandemie auch jüngere Menschen zu Selbstschutz und Solidarität aufgerufen. Im Moment sei von einigen aus dieser Gruppe zu hören, dass sie sich von Covid-19 nicht betroffen sähen und die Erkrankung für sich als harmlos einstuften, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Donnerstag.

Zwar seien tatsächlich Ältere und Menschen mit Grunderkrankungen besonders gefährdet. „Aber auch wenn es selten vorkommt: Auch bei jüngeren und gesunden Menschen kann es schwere Verläufe geben, darunter sogar Todesfälle“, betonte Schaade.

Alle müssten deshalb die Situation ernst nehmen und sich selbst und andere schützen. „Die Jüngeren sollten sich natürlich bitte auch solidarisch mit den Älteren zeigen, die ein höheres Risiko haben“, so Schaade. 

Dax rutscht unter 10.000-Punkte-Marke

09.05 Uhr: Der Deutsche Aktienindex (Dax) ist zu Handelsbeginn am Donnerstag erneut stark gefallen. Das wichtigste deutsche Börsenbarometer sackte um 5,32 Prozent auf 9863,99 Punkte ab und damit unter die Marke von 10.000 Punkten. Das ist das erste Mal seit Sommer 2016.

Greta Thunberg ruft zu digitalen Klimastreiks auf

7:50 Uhr: Angesichts der Coronavirus-Pandemie hat die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg die Anhänger der Fridays-for-Future-Bewegung zu Klimaschutzaktionen im Internet aufgerufen. Die 17-Jährige forderte am Mittwochbei Twitter, den Empfehlungen von Gesundheitsexperten zu folgen und große Menschenansammlungen zu meiden. „Wir jungen Leute sind am wenigsten betroffen von diesem Virus, aber es ist wichtig, dass wir uns solidarisch mit den gefährdetsten Menschen verhalten und im besten Interesse für unsere Gesellschaft handeln.“ 

Die Klimakrise sei die „größte Krise“ für die Menschheit, betonte die Initiatorin der weltweiten Klimaschutzbewegung Fridays for Future. Angesichts der Coronavirus-Pandemie sei es aber nun an der Zeit, „neue Wege“ zu finden, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Die Aktivistin rief ihre Anhänger deshalb auf, in sozialen Netzwerken den Hashtag #DigitalStrike zu nutzen und Streikfotos hochzuladen. 

Schulen im Kreis Heinsberg weiter geschlossen 

7:30 Uhr: Die Schulen im vom Coronavirus besonders betroffenen Kreis Heinsberg sollen länger geschlossen bleiben. „Wir haben uns (…) dazu entschlossen, perspektivisch bis Ostern, aber de facto erstmal um eine weitere Woche, die Schulen geschlossen zu halten“, sagte der Heinsberger Landrat Stephan Pusch in einem am Mittwoch veröffentlichten Video auf Facebook.

Im Kreis Heinsberg war am Mittwoch ein zweiter mit dem Virus Sars-CoV-2 infizierter Patient gestorben. Es war der dritte bekannte Todesfall in Deutschland.

NBA unterbricht Saison nach positivem Covid-19-Test

6:30 Uhr: Nach dem ersten Coronafall in der NBA lässt die nordamerikanische Basketball-Profiliga den Spielbetrieb bis auf Weiteres ruhen. Die Maßnahme tritt am Donnerstag inkraft. „Die NBA wird diese Pause nutzen, um weitere Schritte mit Blick auf die Ausbreitung des Coronavirus festzulegen“, hieß es in der Mitteilung. Zuvor sei ein Profi der Utah Jazz „vorläufig“ positiv auf die Erkrankung Covid-19 getestet worden, die durch das Virus ausgelöst wird. Laut übereinstimmenden Medienberichten handelt es sich dabei um den französischen Allstar Rudy Gobert (27).

Die Liga hatte das Testergebnis unmittelbar vor dem Beginn des Meisterschaftsspiels der Jazz bei Oklahoma City Thunder, Team des Deutschen Dennis Schröder, am Mittwochabend erhalten. Die Begegnung wurde daraufhin kurzfristig abgesagt. Der betroffene Spieler habe sich nicht in der Arena befunden.

29 Tote nach Einsturz von Quarantäne-Hotel in China

6:00 Uhr: Nach dem Einsturz eines als Quarantäne-Unterkunft genutzten Hotels in der ostchinesischen Stadt Quanzhou ist die Zahl der Todesopfer auf 29 gestiegen. 42 Menschen konnten lebend gerettet werden. Das Xinjia Hotel in der Metropole der südostchinesischen Provinz Fujian war am Samstag eingestürzt. Nach ersten Ermittlungen könnten Renovierungsarbeiten der Auslöser gewesen sein. Das siebengeschossige Hotel mit rund 80 Zimmern war genutzt worden, um Menschen, die aus anderen Provinzen kommen, wegen des neuartigen Coronavirus unter Quarantäne zu stellen und zu beobachten.

Tom Hanks und Ehefrau Rita Wilson mit Coronavirus infiziert

5:00 Uhr: Oscar-Preisträger Tom Hanks (63) und seine Ehefrau, die Produzentin und Schauspielerin Rita Wilson (63), sind mit dem Coronavirus infiziert. Dies gab der Star aus Filmen wie „Philadelphia“ und „Forrest Gump“ am Mittwoch auf Instagram und Twitter bekannt. Seine Sprecherin bestätigte der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage die Diagnose.

Sie seien in Australien und hätten sich müde und fiebrig gefühlt, wie bei einer Erkältung, postete Hanks. Dazu stellte er ein Foto von einem Gummihandschuh in einem Mülleimer. Sie hätten sich testen lassen und das Ergebnis sei positiv gewesen.

Sie würden nun die Anweisungen der Gesundheitsbehörden befolgen, sich in Isolation begeben und „jeden Tag nehmen, wie er kommt“. Sie wollten die Welt mit Updates auf dem Laufenden halten. „Passt auf euch auf!“, fügte Hanks hinzu.

Zahlreiche Follower auf Instagram schickten Genesungswünsche.

USA erlassen 30-tägigen Einreisestopp aus Europa

3:00 Uhr: US-Präsident Donald Trump weitet die Reiseeinschränkungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus auf Europa aus. „Wir werden alle Reisen von Europa in die USA für die nächsten 30 Tage aussetzen“, sagte Trump am Mittwochabend im Weißen Haus in einer Ansprache an die Nation.  Ausgenommen seien Reisende aus Großbritannien. Aus Europa kommende Amerikaner müssten sich entsprechenden Tests unterziehen. Die Maßnahme gilt nach Angaben des Weißen Hauses ab 23.59 Uhr am Freitag (4.59 Uhr MEZ am Samstag). Passagiere, deren Flug aus Europa vorher startet, dürfen demnach noch einreisen. In der vom Weißen Haus veröffentlichten Proklamation Trumps hieß es, Ausländer, die sich in den vorhergehenden 14 Tagen in den 26 Schengen-Staaten aufgehalten hätten, dürften nicht mehr in die USA einreisen.

Trump sagte zur Begründung: „Die EU hat es versäumt, die gleichen Vorsichtsmaßnahmen (wie die USA) zu treffen und Reisen aus China und anderen Krisenherden einzuschränken.“ Das habe zu einer Ausbreitung des Virus auch in den USA geführt. Trump sagte: „Wir haben in den USA dramatisch weniger Fälle des Virus gesehen als jetzt in Europa.“ Der Präsident lässt unerwähnt, dass die USA bislang nur verhältnismäßig wenig Verdachtsfälle auf das Virus getestet haben.

Bislang sind mindestens 37 Menschen in den Vereinigten Staaten an einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Nach einer Statistik der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore sind inzwischen mehr als 1100 Menschen in den USA mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Die Dunkelziffer dürfte viel höher liegen, weil in den USA nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC bislang erst etwas mehr als 11 000 Menschen überhaupt auf das Virus getestet wurden.

  • Mittwoch, 11. März

Dänemark schließt alle Schulen und Kitas

22.37 Uhr: Dänemark schließt aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus ab Montag für zwei Wochen alle öffentlichen Schulen und Kindertagesstätten. Nicht zwingend benötigte Mitarbeiter im öffentlichen Sektor sollen ebenfalls zu Hause bleiben. Für die Altenpflege, den Gesundheitssektor und die Polizei gelte das nicht, sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Mittwochabend auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen, nachdem sich die Zahl der bestätigten Infektionsfälle in Dänemark seit Wochenbeginn auf 514 mehr als verzehnfacht hatte. Außerdem werden Bibliotheken und Freizeiteinrichtungen werden geschlossen. 

Polen schließt Schulen, Kitas, Universitäten, Museen, Kinos und Theater

22.20 Uhr: Mit Polen hat auch ein weiteres Nachbarland Deutschlands für zwei Wochen alle Kindergärten, Schulen und Universitäten geschlossen. Museen, Kinos und Theater bleiben für die Öffentlichkeit ebenfalls zu, sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki am Mittwoch in Warschau. „Für unserer Kinder ist es am besten, nicht aus dem Haus zu gehen, denn Kinder können die Krankheit leicht auf ältere Familienmitglieder übertragen.“ In Grundschulen und Kindergärten sollen die Kinder am Donnerstag und Freitag bei Bedarf noch betreut werden, damit die Eltern Zeit bekommen, das Familienleben entsprechend zu organisieren.

Gesundheitsminister Lukasz Szumowski appellierte an die Eltern, die Kinder während der schulfreien Zeit in Quarantäne zu halten. „Das ist keine Ferienzeit. Diesen Fehler haben sie in Italien gemacht.“ Dort seien junge Leute in der schulfreien Zeit viel ausgegangen und hätten das Virus weiterverbreitet. Nach Angaben der Regierung gibt es in Polen derzeit 27 bestätigte Coronavirus-Fälle.

Italien schließt alle Geschäfte und Restaurants

22.11 Uhr: Italien ordnet weitere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus an und schließt Bars und Restaurants sowie fast alle Geschäfte. Nur Supermärkte und Apotheken seien weiter geöffnet, erklärte Premierminister Giuseppe Conte am Mittwochabend. Alle nicht notwendigen Geschäftsaktivitäten müssten eingestellt werden. Italien kämpft mit drastischen Mitteln gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Das ganze Land gilt als Sperrzone, frei bewegen dürfen sich die 60 Millionen Menschen nicht mehr. Insgesamt haben sich in Italien mehr als 12 400 Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 820 sind gestorben. Am meisten betroffen ist die Region Lombardei.  

USA erwägen Reiseeinschränkungen für Europa

21.41 Uhr: Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus erwägen die USA nach Angaben eines hochrangigen Regierungsmitarbeiters Reiseeinschränkungen für Europa. „Europa stellt ein einzigartiges Problem dar“, sagte der geschäftsführende Vizeminister für Heimatschutz, Ken Cuccinelli, am Mittwoch bei einer Anhörung im US-Kongress zum Coronavirus Sars-CoV-2. Innerhalb des Schengen-Raums gebe es grenzüberschreitende Bewegungsfreiheit. Daher stelle sich die Frage, „wie man Europa als Ganzes behandelt“. Es sei noch nicht so weit, dass der Reiseverkehr mit Europa behördlich ausgesetzt werde. „Aber es wird erwogen.“ 

US-Börse: Dow Jones im freien Fall

21.22 Uhr: Nach einem Tag der Erholung hat sich zur Wochenmitte an den US-Börsen erneut Panik breit gemacht. Angesichts der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus trennten sich Anleger in großem Stil von Aktien. Der Leitindex Dow Jones Industrial weitete im Tagesverlauf die Verluste immer mehr aus und schloss 5,86 Prozent niedriger bei 23 553,22 Punkten. In den vergangenen drei Wochen wurden somit die Kursgewinne mehr als eines Jahres zunichte gemacht.

Änderung in Berliner Bussen 

20.41 Uhr: Im öffentlichen Nahverkehr gibt es in Berliner Bussen Änderungen. Um die Fahrer vor Ansteckung zu schützen, wird der Ein- und Ausstieg an der ersten Tür und der Fahrkartenverkauf im Bus ausgesetzt, kündigte die BVG an. Die Ticketpflicht sei damit nicht aufgehoben – Fahrgäste würden gebeten, ihre Fahrkarten an anderen Stellen zu kaufen. Auch in Bern werden Fahrgäste mit Schildern aufgefordert, Abstand zum Busfahrer einzuhalten.

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Ein Schild in einem Bus weist Passagiere darauf hin, Abstand zu dem Busfahrer einzuhalten.

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dpa

Benetton schließt wegen Corona-Welle Läden in Italien

18.45 Uhr: Die Bekleidungsgruppe Benetton schließt in Italien wegen der Ansteckungsgefahr die Geschäfte in Italien. Das teilte das Unternehmen mit Sitz in der Nähe von Venedig am Mittwoch mit. Die Maßnahme gelte ab Donnerstag für alle Läden von Benetton, Undercolors und Sisley. Der Verkaufsstopp in den Geschäften solle zunächst zwei Wochen dauern.

Auf diese Weise wolle der Textilriese, der auch in Deutschland breit vertreten ist, Personal und Kunden schützen. Eine Ausweitung der Schließungen auf Deutschland sei aktuell nicht geplant, sagte eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage. Italien ist das in Europa am stärksten von der Pandemie betroffene Land. Auch weitere Einzelhandelsketten haben ihre Läden bereits vorübergehend geschlossen.

Erster Bundestagsabgeordneter positiv auf Corona getestet 

18.17 Uhr: Im Bundestag gibt es einen ersten Corona-Fall. Ein FDP-Abgeordneter wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch durch die Parlamentsärztin positiv auf das Virus getestet.

Grimme-Preisverleihung Ende März wegen Coronavirus abgesagt 

18.03 Uhr: Wegen des Coronavirus fällt die Verleihung der Grimme-Fernsehpreise am 27. März in Marl aus. „Die Sicherheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Grimme-Preisverleihung steht für uns an erster Stelle, außerdem wollen wir unseren Beitrag leisten, die fortschreitende Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen“, erklärte die Geschäftsführerin des Grimme Instituts, Frauke Gerlach, am Mittwoch. Eine mögliche Verschiebung werde geprüft oder eine „alternative Form der Würdigung der Preisträgerinnen und Preisträger zu einem späteren Zeitpunkt“.

Oldtimermesse wird von März auf Juni verlegt

17.49 Uhr: Die Essener Oldtimermesse „Techno Classica“ wird wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in den Juni verlegt. Das teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. Die „Techno Classica“ gehört zu den großen Automessen in Deutschland.

Im vergangenen Jahr kamen rund 190.000 Besucher nach Essen, viele von ihnen aus dem Ausland. Die Messe sollte vom 25. bis zum 29. März ihre Türen öffnen. Die Veranstalter reagieren mit der Verschiebung auf die Anweisung des Landes an die Kommunen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern zu untersagen.

WHO bezeichnet Verbreitung des neuen Coronavirus als Pandemie 

17.23 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation stuft die Verbreitung des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 nun als Pandemie ein. Das sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf.

G7-Außenministertreffen in Pittsburgh abgesagt – Virtuelle Konferenz 

17.21 Uhr: Das anstehende Treffen der Außenminister der G7-Staaten Ende März wird wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus nur virtuell abgehalten. Das US-Außenministerium teilte am Mittwoch in Washington mit, aus Vorsicht habe man entschieden, auf das geplante Treffen am 24. und 25. März in Pittsburgh zu verzichten und stattdessen nur per Videoschalte zu konferieren. Die USA sind in diesem Jahr Gastgeber des G7-Gipfels der sieben großen Industriestaaten und damit auch für die Vorbereitungstreffen zuständig. Der eigentliche G7-Gipfel ist für Mitte Juni angesetzt. Das Coronavirus breitet sich weltweit rasant aus. Auch in den USA war die Zahl der Infektionen zuletzt sprunghaft gestiegen.

Von der Leyen sichert Italien Solidarität der EU zu

17.20 Uhr: Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat den Italienern die Solidarität der EU versprochen. In einem Tweet, den sie in italienischer Sprache beginnt, sagt von der Leyen: „Liebe Italiener, in diesem schwierigen Moment will ich euch sagen, dass ihr nicht allein seid. Europa leidet mit Italien. In Europa sind wir in diesem Moment alle Italiener.“

Von der Leyen fährt in dem dreieinhalbminütigen Tweet auf Englisch fort und verspricht Italien mehrere Milliarden Euro an finanzieller Unterstützung für die Wirtschaft des Landes. „Europa ist eine große Familie. Ihr sollt wissen, dass diese Familie euch nicht allein lassen wird“, endet die Kommissionspräsidentin ihren Tweet auf Italienisch.

NRW stoppt wegen Corona alle Klassenfahrten bis zu den Osterferien

17.06 Uhr: Wegen des Coronavirus werden in Nordrhein-Westfalen alle Schulausflüge und Klassenfahrten bis zu den Osterferien abgesagt. Dies sei ein „schulischer Beitrag zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus“, teilte das Schulministerium am Mittwoch in Düsseldorf mit.

Mehr als 1700 Coronavirus-Nachweise in Deutschland

16.50 Uhr: In Deutschland sind bislang mindestens 1750 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Nachrichtenagentur dpa hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders stark betroffen sind Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg mit jeweils weit mehr als hundert Fällen. Bislang sind bundesweit drei mit Sars-CoV-2-Infizierte gestorben, alle in Nordrhein-Westfalen. 

Lufthansa streicht 23.000 Flüge

16.32 Uhr: Der Lufthansa-Konzern hat seine Ankündigungen wahr gemacht und wegen des Coronavirus 23.000 Flüge in der Zeit bis zum 24. April gestrichen. Weitere Annullierungen seien sowohl für diese Wochen als auch für einen späteren Zeitraum zu erwarten, erklärte das Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt. Die Kapazitätsanpassungen betreffen hauptsächlich Europa, Asien und den Nahen Osten.

Bei den Streichungen werde darauf geachtet, sämtliche Ziele mit mindestens einer Gruppen-Airline erreichbar zu halten. Der Konzern hat rund 780 Flugzeuge in der Flotte, die im vergangenen Jahr durchschnittlich 3226 Flüge pro Tag absolviert haben. 

3. Fußball-Liga verschiebt zwei Spieltage

16.19 Uhr: Die kommenden beiden Spieltage der 3. Liga werden aufgrund der Coronavirus-Epidemie verlegt. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Mittwoch mitteilte, folge er als Liga-Träger einer Empfehlung des Ausschusses 3. Liga, die im Austausch mit den 20 Klubs ausgesprochen wurde. Der 28. und 29. Spieltag werden demnach frühestens Anfang Mai nachgeholt.Wie mit den weiteren Spieltagen verfahren wird, will der DFB am kommenden Montag zusammen mit dem Ausschuss und den Klubs auf einer außerordentlichen Versammlung in Frankfurt/Main klären.

„Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation, nahezu stündlich ergeben sich neue Sachlagen“, sagte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius: „Klar ist: Die Gesundheit steht über allem. Klar ist darüber hinaus, dass wir unserer Verantwortung für die Vereine gerecht werden wollen und müssen.“

Erste Testergebnisse in Brandenburg negativ

14.03 Uhr: Nach einem Coronavirus-Verdacht in Brandenburg mit bis zu 2250 Menschen dort und außerhalb des Bundeslandes in häuslicher Vorsorge-Isolation sind erste Testergebnisse auf eine Infektion negativ ausgefallen. Von 19 Menschen, die in Neustadt (Dosse) Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Frau aus Berlin hatten, ist bei acht bisher keine Infektion festgestellt worden. „Alle diese acht Testergebnisse sind negativ“, sagte der Landrat des Kreises Ostprignitz-Ruppin, Ralf Reinhardt (SPD), am Mittwoch in Neuruppin. Nach Kreisschätzung sollten bis zu 2250 Menschen in der Region und über Deutschland verteilt wegen des Kontakts in häusliche Isolation.

Mbappe negativ auf Coronavirus getestet

13.20 Uhr: Fußball-Weltmeister Kylian Mbappe vom französischen Meister Paris St. Germain ist negativ auf das Coronavirus getestet worden, leidet aber offenbar an einer Mandelentzündung. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AFP vor dem Duell gegen Borussia Dortmund am Mittwochabend im Achtelfinalrückspiel der Champions League im Prinzenparkstadion von Paris.Mbappe nahm allerdings wieder am Training teil.

Der 21-Jährige hatte am Montag und Dienstag das Training aufgrund seiner Erkrankung mit Fieber verpasst. Es ist nicht absehbar, ob Mbappe in der Partie am Mittwochabend eingesetzt werden kann.

Erster Corona-Fall im deutschen Fußball

13 Uhr: Innenverteidiger Timo Hübers von Zweitligist Hannover 96 ist als erster Fußball-Profi in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 23-Jährige befindet sich derzeit in häuslicher Quarantäne, wie die Niedersachsen mitteilten.Der komplette Profikader sowie das Trainerteam Kenan Kocak werden vorsorglich auf das Virus getestet. Torschütze Hübers stand beim 3:0 Auswärtserfolg beim 1. FC Nürnberg am vergangenen Freitag 90 Minuten auf dem Platz.

Alle Bundesliga-Spiele am Wochenende ohne Zuschauer

12:42 Uhr: Alle Spiele des 26. Spieltages der Fußball-Bundesliga finden aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus ohne Zuschauer statt. Als letzte Partie wurde am Mittwoch das Aufeinandertreffen von RB Leipzig und SC Freiburg als Geisterspiel bestätigt. Das teilte Leipzig mit.

Gedenkstätte Auschwitz für zwei Wochen geschlossen

12:35 Uhr: Die Gedenkstätte des ehemaligen deutschen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau bleibt zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus bis zum 25. März geschlossen. Man folge damit einer entsprechenden Anordnung der polnischen Regierung, teilte die Gedenkstätte am Mittwoch per Twitter mit. Zuvor hatte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki bekanntgegeben, dass Museen, Kinos und Theater für einen Zeitraum für zwei Wochen für die Öffentlichkeit geschlossen werden. Das gleiche gilt für alle Kindergärten, Schulen und Universitäten des Landes.

Die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau verzeichnet jährlich nach eigenen Angaben mehr als eine Million Besucher. Der Name Auschwitz hat sich als Synonym für den Holocaust und Inbegriff des Bösen weltweit ins Bewusstsein eingebrannt. Allein dort brachten die Nationalsozialisten mehr als eine Million Menschen um, zumeist Juden. In ganz Europa ermordeten sie während der Schoah etwa sechs Millionen Menschen jüdischen Glaubens. 

Kabarettist will auftreten – Shitstorm auf Twitter

12.07 Uhr: Kabarettist Dieter Nuhr (59) möchte trotz Coronavirus-Vorsichtsmaßnahmen auftreten – ein Tweet dazu hat bei Twitter überwiegend wütende Reaktionen ausgelöst. „Wir haben eine Erkrankungsrate von 0,0001 Prozent der Bevölkerung. Also ich würde gerne einfach auftreten am Wochenende…“, schrieb der 59-Jährige am Dienstag. Bei Twitter bekam Nuhr überwiegend negative Reaktionen. „Das ist richtig dumm soetwas zu schreiben. Man darf 1x im Leben auch an Andere denken“, lautet ein Kommentar.  

Weiterer Coronavirus-Patient im Kreis Heinsberg gestorben

12 Uhr: Im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen ist ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Patient gestorben – es ist der dritte bekannte Todesfall in Deutschland. Der Patient sei im Heinsberger Krankenhaus gestorben, sagte eine Sprecherin des Kreises am Mittwoch, ohne weitere Details zu nennen. Zuvor hatte die „Rheinische Post“ berichtet.

Am Montag waren erstmals in Deutschland zwei Menschen nach Erkrankungen mit dem neuen Erreger Sars-CoV-2 gestorben. Das erste Todesopfer war eine 89-jährige Frau aus Essen, das zweite ein 78-jähriger Mann aus Gangelt im Kreis Heinsberg.

Die Zahl der nachgewiesenen Erkrankungen in NRW stieg auch am Mittwoch an, allerdings eher leicht: Es gab am Vormittag (Stand: 10.00 Uhr) 687 Infektionen nach 642 Fällen am späten Dienstagnachmittag (Stand: 17.30 Uhr), wie das NRW-Gesundheitsministerium berichtete. Besonders betroffen von dem Virus ist der Kreis Heinsberg ganz im Westen des bevölkerungsreichsten Bundeslandes mit 365 Fällen.

Deutschlandweit verzeichnet das Robert Koch-Institut knapp 1300 Fälle. 

Angela Merkel: „Es geht also um das Gewinnen von Zeit“

11:45 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat es in der Coronakrise als zentrale Aufgabe bezeichnet, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. „Das Virus ist in Europa angelangt, es ist da, das müssen wir alle verstehen“, sagte Merkel am Mittwoch in Berlin. Es gebe noch keine Therapie und keinen Impfstoff. 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung könnten infiziert werden, sagte Merkel unter Berufung auf Experten. Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen seien besonders gefährdet.

Zentral sei nun, „dass wir unser Gesundheitssystem nicht überlasten“. Die Ausbreitung des Virus müsse verlangsamt werden. „Es ist eben nicht egal, was wir tun, es ist nicht vergeblich, es ist nicht umsonst“, sagte Merkel. „Es geht also um das Gewinnen von Zeit.“ Wichtig sei, dass alle staatlichen Ebenen arbeiten könnten. Es sei nicht das Schlimmste, wenn Fußballspiele nicht wie gewohnt stattfinden könnten.

China stellt alle Ankömmlinge aus dem Ausland unter Quarantäne

11:15 Uhr: Aus Furcht vor dem neuartigen Coronavirus stellt Chinas Hauptstadt Peking alle aus dem Ausland einreisende Menschen für 14 Tage unter Quarantäne. Nachdem für Ankömmlinge aus besonders schwer von der Epidemie betroffenen Ländern wie Italien eine Quarantäne bereits verpflichtend war, werde die Maßnahme auf alle Ankömmlinge aus dem Ausland ausgeweitet, teilte die Pekinger Stadtverwaltung am Mittwoch mit. Die Betroffenen würden zuhause unter Beobachtung gestellt oder müssten sich in Quarantäne-Unterkünfte begeben, sagte Zhang Quiang von der Stadtverwaltung bei einer Pressekonferenz. 

Zweitligaspiel Bochum gegen Heidenheim auch ohne Zuschauer

11:10 Uhr: Die Partie des Fußball-Zweitligisten VfL Bochum gegen den 1. FC Heidenheim wird am Samstag (13.00 Uhr/Sky) ohne Zuschauer ausgetragen. Die Bochumer teilten mit, dass er damit eine behördliche Anordnung des Gesundheitsamtes Bochum umgesetzt werde. Zuvor hatte es am Dienstag einen Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums gegeben, wonach Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern nur ohne Publikum stattfinden sollen. Schon am Montag hatten die Bochumer den Ticketverkauf für die nächsten Heimspiele im Vonovia-Ruhrstadion ausgesetzt.

Union Berlin gegen Bayern München auch ohne Zuschauer

10:36 Uhr: Das Fußball-Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem FC Bayern München an diesem Samstag wird nun doch ohne Zuschauer stattfinden. Das zuständige Bezirksamt gab am Mittwoch eine entsprechende Anordnung bekannt, nachdem es tags zuvor widersprüchliche Angaben vom Bezirk und vom Verein gegeben hatte.

Österreich stellt Zugverkehr nach Italien ein

10:15 Uhr: Der Personen-Zugverkehr von und nach Italien über die österreichische Grenze ist eingestellt. „Wir folgen den Anweisungen der Behörden“, sagte ein Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) am Mittwoch. Nicht betroffen sei der Güterverkehr. 

Eintracht Frankfurt gegen Borussia Mönchengladbach ohne Zuschauer am Sonntag

10 Uhr: Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt muss sein Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag (15.30 Uhr) ohne Zuschauer austragen. Diese Entscheidung verkündete Frankfurts Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) am Mittwoch.

ManCity gegen Arsenal abgesagt

9:40 Uhr: Das für diesen Mittwochabend (20.30 Uhr) angesetzte Spiel in der englischen Premier League zwischen Manchester City und dem FC Arsenal ist dem Coronavirus zum Opfer gefallen. Die Partie wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt, weil einige Arsenal-Mitarbeiter Kontakt mit Evangelos Marinakis, dem Klubbesitzer von Olympiakos Piräus und Nottingham Forest, hatten.

Marinakis hatte über soziale Netzwerkseiten bekannt gegeben, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert hat.Vor zwei Wochen hatte der griechische Spitzenklub Olympiakos in der Europa League bei Arsenal gespielt, auch Marinakis war mitgereist. Auf ärztlichen Rat entschieden sich der FC Arsenal und Manchester City, ihr Duell am Mittwochabend zu verschieben.

Olympiakos soll am Donnerstag in der Europa League unter Ausschluss der Öffentlichkeit den englischen Klub Wolverhampton Wanderers empfangen. Die europäische Fußball-Union UEFA hatte einen Antrag der Wolves auf Verlegung abgelehnt.  

Merkel tritt erstmals vor die Medien

9:25 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird sich an diesem Mittwoch erstmals in einer Pressekonferenz nur zur Corona-Krise äußern. Zusammen mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, will sie sich um 11.30 Uhr in der Bundespressekonferenz in Berlin den Fragen der Medien stellen. Laut der Einladung will sie dabei auf die Ergebnisse der Video-Konferenz des Europäischen Rats vom Vorabend eingehen. 

Türkei meldet ersten bestätigten Corona-Fall

9.15 Uhr: In der Türkei ist der erste Coronavirus-Fall gemeldet worden. Der positiv auf das Virus getestete Mann sei erst kürzlich von einer Europareise zurückgekehrt, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca in der Nacht zu Mittwoch in Ankara mit. Es handele sich um einen Türken, sein Zustand sei gut. Der Patient sei isoliert worden, seine Familie stünde unter Beobachtung.

Koca machte keine Angaben dazu, wohin der Mann gereist war und wo er behandelt wird. Als Grund nannte er den Schutz der Privatsphäre des Patienten. Der Minister rief türkische Staatsbürger dazu auf, Auslandsreisen möglichst zu vermeiden. Wer aus dem Ausland zurückkehre, solle sich zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben. 

Merkel lädt zum Corona-Gipfel

8.45 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will am Freitagabend mit Arbeitgebern und Gewerkschaften über weitere Maßnahmen gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise beraten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen, zuerst hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland darüber berichtet. An dem Treffen sollen auch Arbeitsminister Hubertus Heil und Finanzminister Olaf Scholz (beide SPD) teilnehmen. 

Kultfestival Coachella wird auf Oktober verschoben

8.15 Uhr: Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ist das berühmte Coachella-Festival in der kalifornischen Wüste verschoben worden. Das Kultfestival findet nun nicht wie geplant an zwei Wochenenden im April, sondern erst im Oktober statt, wie der Veranstalter Goldenvoice am Dienstag mitteilte.

Derzeit gebe es „weltweit Verunsicherung“, „wir nehmen die Sicherheit und Gesundheit unserer Gäste, Mitarbeiter und der Gesellschaft ernst“, hieß es. Die Entscheidung erfolgte auf Anordnung der Behörden. Sie werde „ohne Zweifel viele Menschen betreffen“, sei aber nicht leichtfertig getroffen worden, teilte die zuständige Gesundheitsbehörde mit.  

Deutsche schauen mehr Fernsehen

7.30 Uhr: Seit der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus ist die TV-Nutzung in Deutschland messbar gewachsen – das zeigen Daten von Fernsehforschern. „Insbesondere die Sehdauern in der Primetime entwickeln sich im Februar und März im Vergleich zu den Vorjahresmonaten leicht überdurchschnittlich“, sagte die Vorsitzende der Geschäftsführung der AGF Videoforschung, Kerstin Niederauer-Kopf, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der Anstieg ist umso auffälliger, weil der Konsum klassischen Fernsehens seit Jahren sinkt.

„Dies kann darauf hindeuten, dass sich die Menschen abends aufgrund der aktuellen Situation derzeit mehr Zuhause aufhalten.“ Dies könne in der Tat eine Auswirkung der Maßnahmen gegen das neue Virus sein, erläuterte Niederauer-Kopf. „Davon profitieren derzeit insbesondere die privaten Sender mit starken Unterhaltungssendungen.“

Iran lässt 70.000 Häftlinge frei – USA stellen Forderung

6.45 Uhr: Die USA haben angesichts der Ausbreitung des Coronavirus im Iran die dortige Regierung zur „unverzüglichen“ Freilassung aller in dem Land inhaftierten US-Bürger aufgefordert. Die US-Regierung werde die Führung in Teheran für alle möglicherweise an dem Virus sterbenden US-Häftlinge „direkt verantwortlich machen“, erklärte Außenminister Mike Pompeo am Dienstag. In einem solchen Fall würden die USA „entschlossen“ reagieren, warnte er.

Pompeo verwies auf „tief beunruhigende“ Berichte, wonach sich der neuartige Erreger in iranische Haftanstalten ausgebreitet haben soll. Dass dennoch weiterhin US-Bürger in Haft seien, verstoße gegen den „grundlegenden menschlichen Anstand“. Die iranischen Behörden hatten kürzlich wegen der Ausbreitung des Virus 70.000 Häftlinge vorübergehend auf freien Fuß gesetzt.  

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